Publikationen
01.04.2026
SPHN: Von der Initiative zur nachhaltigen Dateninfrastruktur
Seit 2017 arbeitet das Swiss Personalized Health Network (SPHN) am Aufbau einer schweizweiten Dateninfrastruktur, die klinische Daten aus Spitälern sowie weitere gesundheitsrelevante Daten für Forschungszwecke auffindbar, interoperabel und sicher zugänglich macht. Im Schwerpunkt des aktuellen SAMW Bulletins blickt Prof. Matthias Baumgartner, SPHN-Präsident und Vorstandsmitglied der SAMW, auf die beiden Förderphasen bis 2024 zurück und gibt einen Ausblick bis Ende 2028.
Auch die Kommission für Tierversuchsethik (KTVE) blickt im Bulletin 1/2026 sowohl zurück – auf das Engagement ihres Präsidenten Hanno Würbel – als auch voraus auf mögliche Reformen des Bewilligungsverfahrens für Tierversuche. Lesen Sie zudem, mit welchen Themen sich die Zentrale Ethikkommission (ZEK) im Bereich Digitalisierung befasst und wie zwei ehemalige Young Talents in Clinical Research ihr Forschungsjahr erlebt haben. Ergänzend finden Sie Informationen zu einem Besuch aus Korea sowie zum MD-PhD-Stipendienprogramm.
SAMW Bulletin 1/2026 (PDF)
Projekte
31.03.2026
smarter medicine: Top-5-Liste für Spitex Pflege publiziert
Der Verein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», dessen Trägerschaft die SAMW angehört, setzt sich für die optimale Gesundheitsversorgung in der Schweiz ein. Er fördert die Erarbeitung von Top-5-Listen, womit Fachgesellschaften Interventionen bestimmen, die ganz zu vermeiden oder nur unter bestimmten Bedingungen anzuwenden sind. Im März 2026 hat die Akademische Fachgesellschaft Spitex Pflege des Vereins für Pflegewissenschaften Schweiz (VFP) im Rahmen von smarter medicine eine Top-5-Liste veröffentlicht.
Die Empfehlungen des VFP zeigen, wie Pflege zu Hause wirksam, sicher und patientenzentriert gestaltet werden kann. Sie fokussieren auf die gezielte Förderung der Ressourcen von Klientinnen und Klienten, den Einbezug von Angehörigen, das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie den Verzicht auf unnötige pflegerische Interventionen. Ziel ist es, die Selbständigkeit zu erhalten und die Versorgungsqualität zu sichern. Die Top-5-Liste können Sie hier herunterladen, alle anderen Listen sind auf der Website von smarter medicine verfügbar.
Top-5-Liste herunterladen (PDF)
Akademie
30.03.2026
Die SAMW im Austausch mit Medizinstudierenden
Vom 27. bis 29. März hat in Bern die Swiss Medical Students’ Convention (SMSC) stattgefunden. Der Schweizerische Verband der Medizinstudierenden swimsa hat die SAMW eingeladen, sich mit einem Stand zu beteiligen. Die Veranstaltung, die zweimal jährlich durchgeführt wird, bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu informieren und Netzwerke zu knüpfen. Im Zentrum dieser Ausgabe standen das Gesundheitssystem und die Frage: «Who cares?!»
Das reibungslose Funktionieren des Gesundheitssystems ist ein wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Debatte und beschäftigt auch die Medizinstudierenden. Im Studium selbst wird das Thema jedoch kaum behandelt. Die SMSC bot einen Überblick über die Strukturen, Zuständigkeiten und Beziehungen, die das System prägen, in dem die Studierenden einst arbeiten werden. Viele von ihnen machten am Stand der SAMW Halt, um sich mit Generalsekretärin Valérie Clerc über gemeinsame Anliegen und die Aktivitäten der Akademie auszutauschen.
Mehr zum ThemaEthik
23.03.2026
Digitalisierung in der Medizin: Aktuelle Entwicklungen im Fokus der ZEK
In der medizinischen Praxis kommen vermehrt digitale Anwendungen zum Einsatz. Sie können die Versorgungsqualität verbessen, versprechen mehr Effizienz und eröffnen neue Formen der Zusammenarbeit. Gleichzeitig stellen uns diese Entwicklungen vor neue medizin-ethische Herausforderungen. Die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW bearbeitet derzeit Fragen zur digitalen Überwachung und zu klinischen Informationssystemen (KIS), um zu einem verantwortungsvollen Umgang in der Praxis beizutragen.
Auf Bettenstationen und in der Langzeitpflege werden zunehmend digitale Überwachungssysteme eingesetzt, die mehr Effizienz und grössere Patientensicherheit ermöglichen sollen. Sie sind jedoch kein Ersatz für den persönlichen Kontakt und eine fürsorgliche Zuwendung. Ähnliches gilt für den Einsatz von KIS: Sie können die Kommunikation verbessern und zu mehr Patientenautonomie führen, dürfen aber keine negativen Auswirkungen auf die Arzt-Patienten-Beziehung haben. Die ZEK hat zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, die diese Themen vertieft reflektieren. Die Stellungnahmen werden im Verlaufe des Jahres publiziert.
Mehr zum ThemaEthik
19.03.2026
Futility in der Psychiatrie: Wenn Behandlungen an ihre Grenzen stossen
In der somatischen Medizin ist der Begriff der therapeutischen Aussichtslosigkeit (Futility) etabliert. Die SAMW hat das Thema u. a. im Kontext der Pandemie vertieft und 2021 Überlegungen zum Konzept der Futility in der Medizin veröffentlicht. Ausgelassen wurden Fragen rund um Wirkungslosigkeit und Aussichtslosigkeit in der psychiatrischen Versorgung. Eine international und interdisziplinär aufgestellte Expertengruppe hat diese Lücke geschlossen und ein Konsenspapier veröffentlicht, der hier zur Lektüre (auf Englisch) empfohlen sei.
Wann ist eine psychiatrische Behandlung nicht mehr sinnvoll, weil ihr erwartbarer Nutzen nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu den damit verbundenen Belastungen steht? Damit hat sich eine Expertengruppe in der Paul Hoff, Präsident der Zentralen Ethikkommission der SAMW, mitgearbeitet hat, auseinandergesetzt und verschiedene Konzepte der Futility diskutiert. In ihrem Konsenspapier präsentiert sie einen ethischen Ansatz zur Beurteilung von Futility in der Psychiatrie, zeigt Risiken und Potenziale von solchen Einschätzungen auf und formuliert Anforderungen an transparente, partizipative Entscheidungsprozesse. Laden Sie den Artikel herunter und vertiefen Sie das Thema auf unserer Website.
Artikel herunterladen, auf Englisch (PDF)
Akademie
17.03.2026
Ausschreibung der Prix Média-Preise 2026
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) würdigen mit den Prix Média-Preisen exzellente journalistische Beiträge aus der Wissenschaft und Forschung. Bewerbungen für alle drei Preise – Prix Média, Prix MultiMédia und Prix Média Newcomer – können bis zum 17. Mai 2026 eingereicht werden.
Seit über zehn Jahren zeichnet der Prix Média herausragende Arbeiten im Wissenschaftsjournalismus aus. Er würdigt die wichtige Rolle der Journalistinnen und Journalisten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Der Prix Média ist mit 10'000 CHF dotiert. Zudem wird der Prix MultiMédia für innovative Formen des Storytellings ausgeschrieben, und Nachwuchstalente mit Ideen für wissenschaftsjournalistische Beiträge können sich für den Prix Média Newcomer bewerben, um ihre Projekte umzusetzen. Mehr Informationen finden sie auf der Website von a+.
Zur WebsiteProjekte
16.03.2026
CAS One Health: Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt
Um die komplexen Probleme unserer Zeit zu lösen, müssen alle Disziplinen, Sektoren und Bevölkerungsgruppen zusammenarbeiten. Dies gilt auch für die Medizin: der internationale Ansatz «One Health», den die SAMW in ihren Positionspapieren unterstützt, verfolgt das Ziel, ein Gleichgewicht zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen zu fördern. Die Universität Bern bietet hierzu einen CAS-Lehrgang in neun Modulen an. Das Programm startet im September, Anmeldefrist ist am 31. Mai 2026.
Die Weiterbildung vermittelt theoretische und praxisorientierte Grundlagen des One-Health-Ansatzes aus interdisziplinären und sektorübergreifenden Perspektiven. Der Studiengang umfasst vier Basismodule und fünf thematische Vertiefungsmodule. Das «Network for Transdisciplinary Research» (td-net) der Akademien Schweiz (a+) ist an der Durchführung der Basismodule beteiligt. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website der Universität Bern. Das Positionspapier der SAMW «Umweltbewusste Gesundheitsversorgung in der Schweiz» können Sie hier herunterladen.
Positionspapier herunterladen (PDF)
SPHN
13.03.2026
Grosse Anerkennung: SPHN an der Viktor Award Gala
Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) hat gestern an der Viktor Award Gala teilgenommen, nominiert in der Kategorie «Pionierleistung im Schweizer Gesundheitssystem». Der Award ging an die Fondation Art-Therapie für die Einführung von Kunst- und Musiktherapie in Kinderspitälern. Allein die Nominierung von SPHN ist jedoch eine grosse Anerkennung für das Engagement zahlreicher Universitäts- und Kantonsspitäler, Hochschulen und Forschungsinfrastrukturen in der Schweiz. SPHN und SAMW danken dem Publikum und der Jury für die Unterstützung.
SPHN ist eine nationale Dateninfrastruktur, die seit 2017 vom Bund gefördert und von der SAMW in Zusammenarbeit mit dem SIB Schweizerisches Institut für Bioinformatik verantwortet wird. Ziel ist, Gesundheitsdaten für die Forschung in der Schweiz interoperabel und wiederverwendbar zu machen. In den letzten neun Jahren hat SPHN wichtige Grundlagen für die datengestützte Medizin geschaffen, bisher getrennte Datensilos miteinander verbunden und nachhaltige Verbesserungen für Patientinnen, Patienten und das Gesundheitssystem ermöglicht. Diese Arbeit wurde mit der Nominierung gewürdigt. Detaillierte Informationen zu SPHN finden Sie online.
Zur WebsiteProjekte
12.03.2026
Neue Förderinitiative: Für eine gemeinsame Gesundheit
Die Fondation Leenaards hat eine neue Förderinitiative lanciert, die bis 2030 laufen wird: «Für eine gemeinsame Gesundheit». Zum Auftakt war Präsident Arnaud Perrier eingeladen, zur Frage «Gesundheits- oder Pflegesystem? Die Schweiz am Wendepunkt» zu referieren. Neugierig? Sein Beitrag kann jetzt auch online angeschaut werden.
Die neue Initiative umfasst drei Schwerpunkte, darunter die Erarbeitung von Massnahmen für ein nachhaltiges und demokratisches Gesundheitssystem. Arnaud Perrier zeigte in seinem Beitrag zuerst die Schwächen des Schweizer Systems im internationalen Vergleich auf. Dann erklärte er, weshalb ein Bundesgesetz über die Gesundheit notwendig ist und wie sich die SAMW für diese Idee einsetzt. Besuchen Sie die Vimeo-Website, um das Referat anzuschauen (auf Französisch).
Zur WebsiteSPHN
09.03.2026
Swiss Personalized Health Network: Launch des Sounding Board
Letzte Woche ist das SPHN Sounding Board zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Über 30 Expertinnen und Experten aus mehr als 30 Institutionen trafen sich im Haus der Akademien in Bern und diskutierten unter anderem die Priorisierung der strategischen Ziele für den Zeitraum 2026–2028. Mit diesem Gremium unterstreicht SPHN das Ziel, die Perspektiven aller Stakeholder systematisch in die strategische Weiterentwicklung einzubeziehen.
Das SPHN Sounding Board reflektiert die strategische Ausrichtung, Richtlinien und Umsetzungspläne von SPHN und kann darüber hinaus Projekte und Arbeitsgruppen anregen und unterstützen. Ziel ist, die Einbettung von SPHN in das nationale Gesundheitsforschungsumfeld zu stärken und tragfähige Schnittstellen zu relevanten Partnerinstitutionen sicherzustellen. Die erste Sitzung diente dazu, ein gemeinsames Verständnis der Mission, Organisation, aktuellen Aktivitäten und Herausforderungen zu entwickeln. Mehr Informationen finden Sie auf der SPHN-Website.
Zur WebsiteAkademie
05.03.2026
Schon entdeckt? Die SAMW auf LinkedIn
Wir freuen uns, Ihnen unsere Präsenz auf LinkedIn bekannt zu geben. Vernetzen Sie sich mit SAMW / ASSM und folgen Sie auch dort den Neuigkeiten aus unserer Akademie.
Mit unserem neuen LinkedIn-Profil stärken wir unsere digitale Präsenz und laden Sie ein, Teil unseres Netzwerks zu werden. Folgen Sie uns, um kompakt und aktuell zu erfahren, welche Themen die SAMW bewegen. Wir freuen uns auf Ihre Likes und Kommentare.
Zur WebsiteEthik
02.03.2026
Gesundheitliche Vorausplanung: konkret und für Laien verständlich
Am gestrigen «Tag der Kranken» hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) laienverständliche Hilfsmittel rund um die Gesundheitliche Vorausplanung (GVP) veröffentlicht. Mit konkreten, alltäglichen Beispielen zeigt es die Vielfalt der GVP auf. Ob alt oder jung, gebrechlich oder gesund: die neuen Webseiten machen deutlich, dass GVP für alle wichtig ist. Den Gesundheitsfachpersonen kommt als Vermittlerinnen und Multiplikatoren eine wichtige Rolle zu.
Die SAMW leitet gemeinsam mit dem BAG die nationale Arbeitsgruppe GVP, die zahlreiche Massnahmen zur Bekanntmachung und Stärkung der Gesundheitlichen Vorausplanung initiiert hat. Die Sensibilisierung der Bevölkerung ist ein zentrales Handlungsfeld und die neuen, für Laien konzipierten Themenseiten vom BAG sind ein Teil davon. Informationen zu den vielfältigen Arbeiten der AG GVP und den Link zum BAG finden Sie auf unserer Webseite.
Mehr zum ThemaAkademie
24.02.2026
Südkorea zeigt Interesse an Förderprogrammen der SAMW
Das Generalsekretariat der SAMW hat in Bern eine südkoreanische Delegation empfangen, die am Treffen des gemischten schweizerisch-südkoreanischen Ausschusses für Wissenschaft und Technologie teilnahm. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Förderprogramme der Akademie für junge Ärztinnen und Ärzte in der Forschung.
Myriam Tapernoux, Leiterin des Ressorts Förderung bei der SAMW, stellte einer Delegation des südkoreanischen Gesundheits- und Sozialministeriums und des Korea Health Industry Development Institute das Schweizer MD-PhD-Stipendienprogramm und das Förderprogramm Young Talents in Clinical Research (YTCR) vor. Beide unterstützen junge Mediziner:innen am Beginn einer Laufbahn in der klinischen Forschung. Das Interesse war gross: Die südkoreanische Delegation hat die SAMW eingeladen, ihre Aktivitäten im Rahmen einer Konferenz zu präsentieren. Informationen zu allen unseren Förderprogrammen finden Sie online.
Zur WebsiteProjekte
20.02.2026
CPCR Service Finder: Zentraler Zugang zu Dienstleistungen für klinische Forschung
Der CPCR Service Finder ist ein neues Tool, kollaborativ entwickelt von der nationalen Koordinationsplattform Klinische Forschung (CPCR), realisiert mit technischer Expertise von Swiss Biobanking. Das benutzerfreundliche Instrument erlaubt die einfache Suche von Dienstleistungen der wichtigsten nationalen Forschungsinfrastrukturen und ermöglicht mit nur einem Klick den geeigneten Ansprechpartner zu finden.
Als Gastgeberin der CPCR freut sich die SAMW über die Lancierung des CPCR Service Finder. Er ist ein erstes greifbares Ergebnis der Plattform, deren Auftrag darin besteht, Synergien zwischen denjenigen Organisationen zu fördern, die in der Schweiz klinische Forschung betreiben und unterstützen. Der CPCR Service Finder hilft Forschenden, Studienkoordinatorinnen, Datenmanagern und Fachkräften in Biobanken herauszufinden, welche nationalen Infrastrukturen in den verschiedenen Phasen eines Projekts Fachwissen, Daten oder Ressourcen bereitstellen können.
Zur WebsiteFörderung
19.02.2026
Ausschreibung 2026: Nationales MD-PhD-Programm
Die SAMW vergibt auch dieses Jahr kompetitive MD-PhD-Stipendien an talentierte junge Ärztinnen und Ärzte für ein Doktorat in Naturwissenschaften, klinischer Forschung, Public-Health-Wissenschaften oder biomedizinischer Ethik. Die Fortsetzung des Programms ist dank der grosszügigen Unterstützung mehrerer Stiftungen und Partnerfakultäten möglich. Die Eingabefrist für Gesuche läuft bis zum 15. Mai 2026.
Das Nationale MD-PhD-Programm richtet sich an Kandidatinnen und Kandidaten, die zum Doktorat im lokalen MD-PhD-Programm einer Partnerhochschule zugelassen sind. Die Evaluation erfolgt zweistufig: Die Nationale MD-PhD-Kommission prüft alle Eingaben und wählt die Kandidatinnen und Kandidaten aus, die zu einem Interview eingeladen werden. Anschliessend unterbreitet die Kommission dem SAMW-Senat bzw. den Partnerstiftungen die Zuspracheempfehlungen. Die Liste der beteiligten Fakultäten und Stiftungen, die FAQ zum Programm und Details zur Gesuchseingabe finden Sie auf unserer Website.
Zur WebsiteAkademie
17.02.2026
Save the date: Symposium «Welche Entscheidungen für unser Gesundheitssystem?»
Die SAMW engagiert sich seit langem für die nachhaltige Entwicklung des Schweizer Gesundheitssystems. Vor diesem Hintergrund organisiert sie am 24. September 2026 im Eventforum Bern ein Symposium zu den Entscheidungen, die unsere Gesellschaft in naher Zukunft für das Gesundheitssystem treffen muss, um dem Mangel an personellen, finanziellen und ökologischen Ressourcen zu begegnen.
Anlässlich des Symposiums werden unter anderen folgende Fragen diskutiert: Um welche Entscheidungen geht es? Wie messen wir die Ergebnisse (Outcomes)? Wie fördern wir High Value Care? Wie vermeiden wir die Gefahr der Rationierung? Welche Rolle spielen Patientinnen und Patienten respektive Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozessen? Reservieren Sie sich bereits jetzt den 24. September 2026. Den Beginn der Anmeldephase und das vollständige Programm werden wir per Newsletter und auf unserer Website bekanntgeben. Dort finden Sie bereits jetzt Hintergrundinformationen zum Thema.
Mehr zum ThemaSPHN
16.02.2026
Viktor Award 2025: Geben Sie SPHN Ihre Stimme
Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) gehört zu den 5 Organisationen, die für den Viktor Award 2025 in der Kategorie «Pionierleistung im Schweizer Gesundheitssystem» nominiert sind. Mit Ihrer Stimme für SPHN honorieren Sie das Engagement einer grossen Gemeinschaft aus Universitäts- und Kantonsspitälern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der ganzen Schweiz.
Das 2017 vom Bund ins Leben gerufene SPHN steht unter der Verantwortung der SAMW in Zusammenarbeit mit dem SIB Schweizerisches Institut für Bioinformatik. Die Aufgabe von SPHN ist es, eine Dateninfrastruktur für Forschung mit Gesundheitsdaten zu bieten. Es gibt mindestens drei gute Gründe, warum SPHN den Viktor Award verdient: SPHN hat den Grundstein für datengestützte Medizin gelegt, Datensilos miteinander verbunden sowie nachhaltige Auswirkungen für Patientinnen und Patienten und das Gesundheitssystem. Das Public-Voting ist bis zum 2. März 2026 offen.
Zur Website
Förderung
06.02.2026
Ausschreibung offen: For Women in Science Program
«For Women in Science» ist eine weltweite und etablierte Zusammenarbeit von UNESCO und L'Oréal. Seit 1998 fördern sie Frauen in der Wissenschaft, unterstützen die Gleichstellung der Geschlechter und machen Frauen in der Forschung als Vorbilder sichtbar. Das Schweizer Programm wurde 2025 in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) lanciert. Nach dem Erfolg vom letzten Jahr wird das Programm 2026 fortgesetzt.
Bei dieser zweiten Schweizer Durchführung werden wiederum insgesamt 100’000 CHF in vier Teilbeträgen von je 25’000 CHF an Postdoktorandinnen vergeben, die in der Schweiz herausragende Arbeit in den MINT-Bereichen leisten. Die Ausschreibung ist auch für Medizinerinnen offen. Bewerbungen sind bis zum 15. März 2026 möglich. Alle nötigen Informationen finden Sie auf der Website der SATW.
Zur Website
Projekte
04.02.2026
smarter medicine: Top-5-Liste zu Kopfweh publiziert
Der Verein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», dessen Trägerschaft die SAMW angehört, setzt sich für eine optimale Gesundheitsversorgung in der Schweiz ein. Er fördert die Erarbeitung von Top-5-Listen, mit deren Hilfe Fachgesellschaften Interventionen bestimmen, die entweder ganz zu vermeiden oder nur unter bestimmten Bedingungen anzuwenden sind. Im Februar 2026 hat die Schweizerische Kopfwehgesellschaft (SKG) eine solche Liste veröffentlicht.
Die SKG gibt die folgenden fünf Empfehlungen ab: Wiederholte MRI bei gleichbleibendem Kopfschmerz, CT bei nicht-akuten Beschwerden, Zahnextraktionen bei anhaltendem Gesichtsschmerz, das Entfernen von Amalgamfüllungen zur Schmerzbehandlung und Migränechirurgie sind in der Regel nicht sinnvoll. Ziel ist, unnötige Untersuchungen und riskante Therapien zu vermeiden und die Behandlung evidenzbasiert zu verbessern. Die Top-5-Liste der SKG können Sie hier herunterladen, alle anderen Listen sind auf der Website von smarter medicine verfügbar.
Top-5-Liste herunterladen (PDF)
SPHN
03.02.2026
SPHN hat sechs neue Gesundheitseinrichtungen aufgenommen
Sechs neue Gesundheitseinrichtungen sind dem Swiss Personalized Health Network (SPHN) beigetreten. Fünf Kantonsspitäler und das Swiss Cancer Institute (SCI) können nun klinische Daten für standortübergreifende Forschungsprojekte im Bereich der personalisierten Medizin bereitstellen. Dies ist ein Meilenstein in den laufenden Bestrebungen, den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen den Schweizer Gesundheitseinrichtungen auszubauen und zu standardisieren.
Die neu hinzugekommenen Einrichtungen stellen derzeit – in unterschiedlichem Umfang – einen standardisierten Mindestdatensatz bereit, der unter anderem demografische Daten, Diagnosen, Verfahren, Medikamente und Labortests umfasst. Die Verbindung zum Swiss Cancer Institute stärkt die Krebsforschung weiter, da künftig standardisierte Datensätze von Krebspatientinnen und -patienten aus der Schweiz im SPHN-Format geteilt werden können. Diese Entwicklungen ebnen den Weg für kollaborative, datengetriebene Forschung und letztlich für eine stärker personalisierte und wirksamere Patientenversorgung. Weitere Informationen finden Sie auf der SPHN-Website.
Zur WebsiteFörderung
02.02.2026
Neues Förderprogramm: Forschung zu Migration und Gesundheit
Die Stanley Thomas Johnson Stiftung und die SAMW haben im Dezember ein gemeinsames Förderprogramm zum Thema «Forschung zu Migration und Gesundheit» lanciert. Ziel ist es, eine gerechte Gesundheitsversorgung für vulnerable Migrantinnen und Migranten in der Schweiz zu fördern sowie die Forschungskapazitäten und die Zusammenarbeit zwischen Forschungsgruppen zu stärken. Die Eingabefrist endet am 1. Juni 2026.
Obwohl die Schweizer Forschung zu Migration und Gesundheit in den letzten Jahren zugenommen hat, ist sie nach wie vor weitgehend über verschiedene Disziplinen und Institutionen hinweg verstreut. Um dem entgegenzuwirken, stellt die Stanley Thomas Johnson Stiftung 2,7 Millionen CHF über einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Das Programm finanziert Projektbeiträge, die die Zusammenarbeit zwischen Forschungsgruppen und Disziplinen fördern. Vorrang haben Interventionsstudien, die auf eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung abzielen. Detaillierte Informationen finden Sie auf unserer Webseite.
Reglement des Förderprogramms, auf Englisch (PDF)
SPHN
27.01.2026
SPHN: Klinische Daten von 800'000 Patientinnen und Patienten verfügbar
Nach acht Jahren koordinierter Aufbauarbeit hat das Swiss Personalized Health Network (SPHN) die Metadaten eines einzigartig umfangreichen nationalen klinischen Datensatzes veröffentlicht. Er umfasst mehr als 800'000 Patientinnen und Patienten und Milliarden semantisch harmonisierter Datenpunkte aus Diagnosen, Verfahren, Laboren, Medikamenten, Vitalparametern und mehr. Forschende erhalten nun einfacher einen Überblick darüber, welche Daten vorhanden sind und wie sie darauf zugreifen können.
Seit 2018 hat SPHN eine nationale Dateninfrastruktur aufgebaut, die es Gesundheitseinrichtungen ermöglicht, klinische Routinedaten zu harmonisieren, ohne sensible Patientendaten zentral zu speichern. Die Veröffentlichung des SPHN Federated Clinical Routine Dataset ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besser vernetzten und interoperablen Schweizer Gesundheitsdaten-Ökosystem. Es ist eine bedeutende Ressource, um Studien zu planen, datengestützte Lösungen zu entwickeln und letztlich die personalisierte Gesundheit und Patientenversorgung in der Schweiz voranzubringen. Mehr Informationen finden Sie auf der SPHN-Website.
Zur Website
Förderung
23.01.2026
Aktualisierung des Schweizer Versorgungsatlas mit den Daten 2024
Der vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) herausgegebene Versorgungsatlas dokumentiert die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen anhand von über 100 Indikatoren, von ADHS-Medikamenten über Herzkatheter bis zur Strahlentherapie. Das Obsan hat jüngst bekanntgegeben, dass der Versorgungsatlas um die Daten für das Jahr 2024 erweitert wurde.
Die umfassende Beschreibung von geografischen Mustern bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen liefert wichtige Grundlagen, um das Gesundheitswesen zu planen und politische Entscheidungen zu treffen. Die SAMW hatte die erste Version des Versorgungsatlas mit finanziert und setzt sich weiterhin für dessen Bekanntmachung ein. Detaillierte Informationen zu dieser wertvollen «Fundgrube» und zu den jüngsten Entwicklungen finden Sie auf der Website.
Mehr zum Thema
Akademie
16.01.2026
Ausschreibung: Wissenschaftspreis Marcel Benoist im Bereich «Life Sciences»
Seit 1920 zeichnet der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist jedes Jahr eine:n Forscher:in für bedeutende Arbeiten aus, die einen Nutzen für das menschliche Leben und damit für die ganze Gesellschaft stiften. Der mit 250'000 CHF dotierte Preis wird 2026 im Bereich Life Sciences (Biologie und Medizin) vergeben. Nominierungen können bis zum 23. Februar 2026 eingereicht werden.
Der Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist gilt als bedeutendster Forschungspreis der Schweiz. Im Auftrag der Marcel Benoist Stiftung ist der Schweizerische Nationalfonds (SNF) für die Evaluation aller Nominierten und die Selektion der Preisträgerin oder des Preisträgers zuhanden des Stiftungsrates zuständig. Ausführliche Informationen zu den Kriterien und Bedingungen für eine Nominierung finden Sie auf der Website der Stiftung.
Zur Website
Akademie
09.01.2026
Junge Akademie Schweiz: Jetzt Mitglied werden
Nachwuchsforschende aus allen Gebieten der Wissenschaft finden in der Jungen Akademie Schweiz (JAS) ein inspirierendes Netzwerk für den inter- und transdisziplinären Austausch. Die laufende Ausschreibung bietet die Möglichkeit, sich für eine fünfjährige JAS-Mitgliedschaft zu bewerben. Eingaben können bis am 28. Februar 2026 gemacht werden.
Die Junge Akademie Schweiz besteht aus Mitgliedern aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und Hochschulen. Sie gelten als junge Stimme der Akademien der Wissenschaften Schweiz und vertreten spezifische Anliegen ihrer Generation. Haben Sie Interesse, sich aktiv im grössten wissenschaftlichen Netzwerk der Schweiz zu engagieren? Vertreter:innen aus dem Bereich der medizinischen Wissenschaften sind herzlich willkommen. Alle Informationen zum Bewerbungsprozedere finden Sie auf der JAS-Website.
Zur Website
Akademie
08.01.2026
KTVE: Neuer Präsident und revidiertes Reglement
Die Kommission für Tierversuchsethik (KTVE) ist eine gemeinsame Kommission der SAMW und der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT). Sie wirkt als Expertise- und Beratungsorgan im Bereich «Tierversuche». An der Sitzung vom November 2025 wählte der SAMW-Senat Prof. Michael Hottiger, Zürich, zum neuen Präsidenten der KTVE. Zudem wurde das revidierte Reglement in Kraft gesetzt. Es beschreibt die Zusammensetzung der Kommission, definiert die Prozesse und klärt die Rollen der beiden Akademien.
Der neue KTVE-Präsident, Prof. Michael Hottiger, wird sein Amt im Sommer 2026 antreten. Bis dahin leitet der Vizepräsident Prof. Michael Schmid die Kommission ad interim. Ein grosser Dank gilt dem langjährigen KTVE-Präsidenten Prof. Hanno Würbel. Unter seiner Leitung (2018–2025) konnte die KTVE zahlreiche Meilensteine erreichen, darunter die überarbeiteten ethischen Richtlinien für Tierversuche, die Wegleitung zur Güterabwägung bei Tierversuchsanträgen sowie jüngst das Diskussionspapier zu möglichen Reformen des Bewilligungsverfahrens. Mehr Informationen zur KTVE, ihren Geschäften und Publikationen finden Sie auf unserer Webseite.
KTVE-Reglement herunterladen (PDF)
Akademie
05.01.2026
«Das KVG ist ein Gesetz über Geldströme, nicht über Gesundheit»
Ende 2025 hat CH Media ein Gespräch mit dem SAMW-Präsidenten Arnaud Perrier geführt über steigende Gesundheitskosten, wachsende administrative Aufgaben und andere Herausforderungen im Gesundheitssystem. Prof. Perrier spricht sich für eine gut zugängliche, in Netzwerken organisierte Grundversorgung und für eine bessere Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Pflegekräften aus. Zudem begründet er, weshalb die Schweiz einen Verfassungsartikel zur Gesundheit braucht.
«Das KVG ist ein Erfolgsmodell. Seit 30 Jahren garantiert es Versicherungsschutz und solidarische Grundleistungen für alle. Aber es ist ein Gesetz über Geldströme, nicht über Gesundheit, und taugt darum nicht als Rahmen für eine nationale Gesundheitsstrategie.» Weshalb wir eine solche Strategie brauchen, welche Eckpunkte sie enthalten könnte und warum sie nicht gleichzusetzen ist mit einer Zentralisierung des Systems, erfahren Sie im Interview mit CH Media. Der in verschiedenen Deutschschweizer Zeitungen veröffentlichte Beitrag ist auch in voller Länge auf der Nachrichtenplattform «watson» zu finden.
Zur Website
Ethik
02.01.2026
Regina Aebi-Müller: zweite Vize-Präsidentin für die Zentrale Ethikkommission
Die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW antizipiert und diskutiert ethische Herausforderungen in der Medizin. Mit ihren Subkommissionen erarbeitet sie medizin-ethische Richtlinien und veröffentlicht Stellungnahmen zu aktuellen Themen. In der ZEK sind Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fachbereiche sowie Fachpersonen aus den Bereichen Pflege, Ethik und Recht vertreten. Ab dem 1. Januar 2026 erhält die Kommission eine zweite Vize-Präsidentin: mit Prof. Regina Aebi-Müller konnte ein langjähriges ZEK-Mitglied in den Ausschuss gewählt werden.
Die ZEK tagt in der Regel vier Mal jährlich. Zwischen den Sitzungen trifft sich der Ausschuss, bestehend aus dem Präsidenten, den beiden Vize-Präsidentinnen und der Leitung des Ressorts Ethik. Dadurch wird gewährleistest, dass dringliche Themen zeitnah bearbeitet werden können und die jeweils ganztägigen ZEK-Sitzungen bestens vor- und nachbereitet sind. Detaillierte Informationen zu den Aufgaben und der Wirkungsweise der ZEK finden Sie im Reglement und auf unserer Website. Dort sind auch sämtliche Mitglieder aufgelistet.
ZEK-Reglement (PDF)