Forschung in Palliative Care

Überzeugt, dass qualitativ hochwertige Forschung zu einer besseren klinischen Praxis beiträgt, hat die SAMW von 2014 bis 2018 das Förderprogramm «Forschung in Palliative Care» durchgeführt. Die Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung und die Stanley Thomas Johnson Stiftung stellten jährlich einen Betrag von rund einer Million Franken zur Verfügung, um Forschungsprojekte zu unterstützen oder Forschungsaufenthalte zu ermöglichen. Hier finden Sie Informationen zu den unterstützen Projekten und Erkenntnisse aus dem Symposium vom November 2019.

Mit fünf Ausschreibungen wurden insgesamt 34 Forschungsprojekte unterstützt und vier Stipendien für Ausbildungs- und Forschungsaufenthalte im Ausland zugesprochen. Die letzte Ausschreibung fand 2018 statt, Unterstützungsbeiträge laufen noch bis ins Jahr 2022. Die Synopsis bietet eine Übersicht über alle Beitragsempfänger/-innen.

 

Details zu den geförderten Forschungsbereichen, Evaluationskriterien und zum Evaluationsprozess sind im Programmreglement beschrieben.

 

 

Symposium 2019: Rück- und Ausblick

Zum Abschluss des Programms führte die SAMW in Zusammenarbeit mit palliative ch am Donnerstag, 21. November 2019, ein ganztägiges Symposium in Bern durch. In den Referaten und Postern spiegelten sich die Vielfalt der unterstützen Projekte (Methoden, Settings etc.) sowie Interdisziplinarität und Interprofessionalität wider. Die über 120 Teilnehmer/-innen aus der ganzen Schweiz erhielten Einblick in die Projektergebnisse und erfuhren, welche Faktoren den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis fördern oder hindern.

 

In den Präsentationen und Diskussionen wurde deutlich, dass die «Nationale Strategie Palliative Care» des Bundes, das Nationale Forschungsprogramm «Lebensende» des SNF und das SAMW-Förderprogramm wichtige Treiber für diese junge Disziplin waren, dass es aber noch ein langer Weg ist, um Palliative-Care-Forschung in der Schweiz nachhaltig zu etablieren.

 

Gefordert sind feste Strukturen, die eine konstante Forschungsarbeit ermöglichen mit entsprechenden Förder- und Finanzierungsinstrumenten und definierten Karrierewegen. Zurzeit findet Palliative-Care-Forschung in der Schweiz immer noch weitgehend projektbasiert statt. Mit Projektabschluss drohen die Strukturen, Menschen und das Know-how wieder zu verschwinden. Am Symposium wurde deshalb das «Manifesto for sustainable research in palliative care and end of life care in Switzerland» präsentiert, das in acht Zielen zusammenfasst, wie die nötigen Strukturen geschaffen werden könnten.

 

Das Manifest und weitere Informationen zum Symposium finden Sie in den Downloads unten. Zudem veröffentlichen wir im ersten Quartal 2020 den Abschlussbericht zum Förderprogramm. Über diese Publikation informieren wir via Website und Newsletter. Newsletter abonnieren.

 

 

Programm, Manifest und Präsentationen

Manifesto for sustainable research in palliative care and end of life care in Switzerland

 

Dr. Myriam Tapernoux, Swiss Academy of Medical Sciences

The funding program «Research in Palliative Care» in numbers

 

Dr. Sarah Ziegler, Universität Zürich

Palliative sedation in Switzerland: Medicale routine or specialized care?

 

Prof. Bernice Elger, Universität Basel / Université de Genève

Respect for patient self-determination as quality indicator in palliative care

 

PD Dr. Mathieu Bernard, Université de Lausanne

French validation of the Integrated Palliative Care Outcome Scale (IPOS)

 

Prof. Steffen Eychmüller, Universitätsspital Bern

A national palliative care database: A tool to better define the needs of palliative care patients in Switzerland

 

Prof. Markus Zimmermann, Universität Freiburg

Keynote: Development of palliative care research in Switzerland. Insights from the NRP 67 «End of Life»

 

Dr. Manya Hendriks, Universität Zürich / Dr. Karin Zimmermann, Universitäts-Kinderspital Zürich

Getting started: Setting up a research project in paediatric palliative care

 

Prof. Ralf Jox, Université de Lausanne / Prof. Tanja Krones, Universität Zürich

Advance Care Planning: Lessons learned from research with vulnerable patients

 

Prof. Isabelle Noth, Universität Bern / Dr. Raphael Rauch, Universität Zürich

Where is spiritual care?

 

PD Dr. Manuel Trachsel, Universität Zürich

Palliative care for patients with severe persistent mental illness

 

Prof. Sophie Pautex, Hôpitaux Universitaires de Genève

Comparing the effectiveness of palliative care for elderly people in long term care facilities in Europe and in Switzerland

 

Prof. André Fringer, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Voluntary Stopping of Eating and Drinking (VSED) in Switzerland

 

Dr. Claudia Gamondi, Ente Ospedaliero Cantonale di Ticino / Université de Lausanne

Palliative ch members' attitudes towards assisted suicide: A mixed method study

 

Prof. Corina Caduff, Hochschule der Künste Bern

Keynote: From a humanities' perspective – The design of dying in an era of new media in literature and in palliative care

 

 

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Dr. Myriam Tapernoux
Ressortleitung