31.03.2021

Young Talents in Clinical Research: Bewerben bis 30. Juni 2021 möglich

Lesen

Ethik

21.06.2021

Reanimation: medizin-ethische Richtlinien für schwierige Entscheidungen

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Reanimationsentscheidungen und deren Folgen sind für alle Beteiligten mit grossen Belastungen verbunden. Die aktualisierten medizin-ethischen Richtlinien der SAMW bieten medizinischen Fachpersonen Empfehlungen zum Vorgehen in unterschiedlichen Situationen und geben Hilfestellungen für das Gespräch über Reanimationsmassnahmen mit Betroffenen und Angehörigen.

Die Unterbrechung der Sauerstoffversorgung des Gehirns durch einen Kreislaufstillstand erfordert unverzügliches Handeln. Das Abschätzen der individuellen Erfolgsaussichten ist in der Akutsituation besonders herausfordernd und der Wille von Betroffenen oft nicht klar. Zur Unterstützung der medizinischen Fachpersonen hat die SAMW 2008 medizin-ethische Richtlinien veröffentlicht. Bei der Aktualisierung wurden medizinische und gesellschaftliche Entwicklungen aufgenommen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt. Die Richtlinien sind in vier Sprachen (d/f/i/e) verfügbar und kostenlos als gedruckte Broschüre (d/f) erhältlich.

Richtlinien: Reanimationsentscheidungen (2021) (PDF)

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Publikationen

18.06.2021

Co-Benefits Gesundheit und Umwelt: Was sagt die Literatur?

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Der menschengemachte Klimawandel gefährdet die in der Medizin erzielten Fortschritte. Im Rahmen ihres Positionspapiers zur nachhaltigen Entwicklung des Gesundheitssystems bearbeitet die SAMW Fragen zu den Co-Benefits von Gesundheit und Umwelt. Jüngst hat sie eine in der Revue Médicale Suisse (RMS) veröffentlichte Literaturübersicht zum Thema unterstützt und eine Kurzfassung davon in der Schweizerischen Ärztezeitung (SÄZ) veröffentlicht.

Anknüpfend an den Schwerpunkt über die Co-Benefits von Gesundheit und Umwelt im SAMW Bulletin 4/2020 haben die Abteilung Familienmedizin von Unisanté und das Interdisziplinäre Zentrum für Nachhaltigkeit an der Universität Lausanne das Thema vertieft. Sie kommen zum Schluss, dass die Berücksichtigung von Umweltperspektiven in der klinischen Praxis zwar für einige eine Selbstverständlichkeit sein mag, dass insgesamt aber ein Überdenken der Begriffe Gesundheit, Krankheit und der daraus abgeleiteten Gesundheitsdienstleistungen notwendig ist. Details finden Sie im SÄZ-Beitrag und auf unserer Themenseite.

Das Konzept der Co-benefits von Gesundheit und Umwelt (SÄZ 16.06.2021) (PDF)

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Förderung

16.06.2021

Ausschreibung KZS-Fonds: Gesundheitsversorgung bei Ressourcenknappheit

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Die SAMW stellt 250'000 Franken aus dem Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds (KZS-Fonds) für Forschung in bio-medizinischer Ethik zum Thema «Zugang zu medizinischen und pflegerischen Leistungen bei Ressourcenknappheit» zur Verfügung. Eingabefrist für Gesuche ist am 31. August 2021.

Mit der Ausschreibung 2021 des KZS-Fonds werden theoretische oder empirische Forschungsprojekte unterstützt, die aus klinisch-ethischer und/oder Public-Health-ethischer Perspektive untersuchen, inwiefern die Erfahrungen der Covid-19-Pandemie die Wahrnehmung und Beurteilung von Gerechtigkeits- und Verteilungs-Debatten bei Ressourcenknappheit verändern. Gesuche können Deutsch, Französisch oder Englisch verfasst sein und müssen online registriert werden. Details finden Sie auf der KZS-Fonds-Website.

 

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Projekte

15.06.2021

Neun anerkannte Zentren für Seltene Krankheiten

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Die Nationale Koordination Seltene Krankheiten (kosek) hat im Mai 2021 drei weitere Zentren für Seltene Krankheiten anerkannt. Damit verfügt die Schweiz neu über neun solche Zentren und ist geographisch und sprachlich flächendeckend versorgt. Als Gründungsmitglied der kosek begrüsst die SAMW diese Entwicklung.

Zentren für Seltene Krankheiten sind interdisziplinäre Anlaufstellen, an die sich Patientinnen und Patienten mit unklarer Diagnose wenden können, um vertiefte Abklärungen zu machen. Die Zentren arbeiten krankheitsübergreifend, koordinieren die Fachexpertise der beteiligten Expertinnen und Experten, fördern die Weiterbildung und Forschung. Sie sind untereinander vernetzt, um die Versorgung der betroffenen Personen bestmöglich zu organisieren.

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Akademie

10.06.2021

Eckpunkte für vier Jahre: Leistungsvereinbarung unterzeichnet

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Die Aktivitäten der SAMW werden zu ca. 60 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert. Der Verbund der Akademien der Wissenschaften Schweiz, dem die SAMW angehört, hat soeben mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) eine Leistungsvereinbarung für 2021 bis 2024 unterzeichnet, in der die Ziele für die nächsten vier Jahre festgelegt sind. Ein Zusatzprotokoll regelt die Finanzierung des Swiss Personalized Health Network (SPHN).

Die klinische Forschung in der Schweiz gezielt stärken, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu Beginn der Karriere fördern, medizinisch-ethische Richtlinien zu neuen Fragestellungen erarbeiten und das Konzept der nachhaltigen Entwicklung des Gesundheitssystems vertiefen – dies sind Ziele, die die SAMW bis 2024 verfolgt. Das SPHN wird sich darauf konzentrieren, das seit 2017 aufgebaute Netzwerk zu konsolidieren, Schnittstellen zu den vom Bund geförderten Projekten (z. B. Kohorten, Gesundheitsdaten, Biobanken) zu organisieren und die Überführung in eine Nachfolgeorganisation zu klären.

Leistungsvereinbarung 2021 – 2024 (PDF)

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Publikationen

07.06.2021

Personalisierte Medizin in Québec: Was haben sie, was wir nicht haben?

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Die SAMW ist international vernetzt, mitunter durch ihre Korrespondierenden Mitglieder im Senat. Für das Bulletin 2/2021 konnte sie eines dieser Mitglieder als Autor für den Schwerpunkt gewinnen: Prof. Vincent Mooser, Inhaber des Lehrstuhls für Forschungsexzellenz auf dem Gebiet der genomischen Medizin an der McGill University in Montreal, beschreibt die Mechanismen zur Förderung der personalisierten Medizin. Der Vergleich der Provinz Quebec mit der Schweiz ist schnell zusammengefasst: ein Ziel, zwei Strategien.

In diesem Bulletin stellt das Swiss Personalized Health Network das neue Förderinstrument für «National Data Streams» vor, das Ressort Ethik präsentiert die Ergebnisse der öffentlichen Vernehmlassung der Richtlinien «Reanimationsentscheidungen» und Intensivmediziner Thierry Fumeaux gibt Einblick in seine Arbeit und betont insbesondere den Wert des Patientenwillens. Die Ausschreibung des KZS-Fonds 2021 nimmt das Thema der Ressourcenknappheit von medizinischen und pflegerischen Leistungen auf und die beiden Trägerinnen des Stern-Gattiker-Preises 2020 stellen sich im Kurzinterview vor. Möchten Sie mehr wissen? Laden Sie das Bulletin herunter oder bestellen Sie eine kostenlose gedruckte Ausgabe.

Bulletin 2/2021 herunterladen (PDF)

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Akademie

02.06.2021

In memoriam: Die SAMW nimmt Abschied von Peter Meier-Abt

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Mit tiefer Trauer hat die SAMW vom Tod von Peter Meier-Abt am 27. Mai 2021 erfahren. Seit 2000 war er Mitglied des Senats, von 2011 bis 2016 Präsident der SAMW und von 2004 bis 2011 sowie 2016 bis 2018 Vizepräsident. Peter Meier-Abt war die treibende Kraft hinter dem Swiss Personalized Health Network (SPHN), das er bei dessen Gründung präsidierte.

Mit seinem grossen Engagement hat Peter Meier-Abt in den letzten 20 Jahren die SAMW geprägt. Die Akademie profitierte nachhaltig von seiner Erfahrung in den Bereichen Nachwuchsförderung, Unterstützung und Ausbau der klinischen Forschung, Integrität in der Wissenschaft und personalisierte Medizin. Zur Verabschiedung im SAMW-Bulletin schrieb Martin Schwab 2016 über den scheidenden Präsidenten: «Dinge bewegen, Schwachstellen nicht nur analysieren und benennen, sondern Lösungsvorschläge machen und die Umsetzung tatkräftig in die Hand nehmen; mitreissend engagiert – so haben wir Peter Meier-Abt erlebt.» Und so behalten wir ihn in dankbarer Erinnerung.

Der Präsident und die Mitglieder der Akademien der Wissenschaften Schweiz schliessen sich der Beileidsbekundung der SAMW an die Trauerfamilie an.

Den zitierten Artikel aus Bulletin 4/2016 lesen (PDF)

SPHN

01.06.2021

SPHN lanciert Ausschreibungen für «National Data Streams» und für Kohorten

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Das Swiss Personalized Health Network (SPHN) hat zusammen mit der Initiative «Personalized Health and Related Technologies» (PHRT) des ETH-Bereichs die gemeinsame Ausschreibung für «National Data Streams» (NDS) eröffnet. Mit einer zweiten soeben lancierten Ausschreibung erhalten Schweizer Kohortenstudien die Möglichkeit, Meta-Daten in einem internationalen Katalog zu präsentieren.

Das neue NDS-Förderinstrument unterstützt multidisziplinäre Konsortien, die in die Entwicklung einer nachhaltigen Dateninfrastruktur investieren und zum Aufbau eines Schweizer Ökosystems für personalisierte Gesundheit beitragen. Dazu stellen SPHN und PHRT gemeinsam insgesamt 20 Mio. Franken zur Verfügung. Die zweite soeben eröffnete Ausschreibung richtet sich spezifisch an Schweizer Kohortenstudien: Sie erhalten die Möglichkeit, ihre internationale Sichtbarkeit zu verbessern, indem SPHN die Ablage von Kohorten-Meta-Daten im renommierten «Maelstrom»-Katalog finanziert. Weitere Informationen zu den beiden Ausschreibungen finden Sie im heute veröffentlichten SAMW-Newsletter.

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