Palliative Care

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Mit einem Ansatz, der neben körperlichen Symptomen auch psychische, soziale und spirituelle Aspekte ernst nimmt, hat Palliative Care zum Ziel, Patientinnen und Patienten während des gesamten Krankheitsverlaufes bis zum Tod eine möglichst gute Lebensqualität zu ermöglichen.

Unter Palliative Care wird eine umfassende Behandlung und Betreuung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheiten verstanden. Die SAMW hat 2006 medizin-ethische Richtlinien zur Palliative Care verabschiedet. Diese ermutigen zu einer Haltung, die Grenzen der Medizin zu anerkennen und sich dem Sterben des Patienten – und auch dem häufig anklingenden Gefühl der Hilflosigkeit – zu stellen. Dies gilt insbesondere für die Neonatologie, die Intensivmedizin, die Geriatrie und die Psychiatrie.

 

Richtlinien: Palliative Care (aktualisiert 2012)

 

Die SAMW-Richtlinien empfehlen die verstärkte Förderung und Finanzierung von Palliative Care, eine verbesserte Verankerung in Aus- und Weiterbildung sowie die stärkere Integration in den medizinischen Alltag. Viele dieser Anliegen wurden vom Bund in die Nationale Strategie Palliative Care aufgenommen.

Zur Förderung der Palliative Care hat die Nationale Strategie fünf Teilprojekte definiert: Versorgung, Finanzierung, Sensibilisierung, Bildung, Forschung.

 

SAMW-Förderprogramm

Überzeugt, dass qualitativ gute Forschung die Gesundheitsversorgung verbessert, hat die SAMW von 2014 – 2018 das Förderprogramm «Forschung in Palliative Care» durchgeführt. Das gemeinsam mit zwei Stiftungen finanzierte Programm konnte dazu beigetragen, die Forschung in Palliative Care in der Schweiz auf­- und auszubauen.

Informationen zum Förderprogramm

 

Zusammen mit der Krankenversicherung Helsana finanziert die SAMW eine Stiftungsprofessur für Palliative Care an der Universität Bern.

Medienmitteilung: Stiftungsprofessur für Palliative Care besetzt (01.02.2016)