smarter medicine – choosing wisely

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Das Phänomen ist unbestritten: Es werden immer mehr Behandlungen und medizinische Untersuchungen durchgeführt, die den Patientinnen und Patienten mehr schaden als nützen. Die aus den USA stammende Initiative «Choosing wisely – smarter medicine» versucht, diesem Trend entgegenzuwirken. Die von der SAMW 2013 lancierte Initiative, diesen Ansatz auch in der Schweiz einzuführen, mündete 2017 in die Gründung des gleichnamigen Trägervereins.

Der 2017 gegründete Trägerverein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland» besteht aus der SAMW, der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM), dem Schweizerischen Verband der Berufsorganisationen im Gesundheitswesen (SVBG) sowie Patienten- und Konsumentenschutzorganisationen.

 

Seit der Gründung des Trägervereins haben mehrere medizinische Fachgesellschaften «Top-​5-Listen» mit Behandlungen veröffentlicht, die vermieden oder nur unter bestimmten Umständen durchgeführt werden sollten. Darauf gestützt hat der Verein eine Kampagne für Patientinnen und Patienten lanciert: Die veröffentlichten Empfehlungen sind in einer für Laien verständlichen Sprache verfügbar, um die Kommunikation zwischen Fachpersonen und Patienten/Patientinnen zu erleichtern und gemeinsame Entscheidungen zu fördern. Der von der SAMW und der SGAIM organisierte Workshop mit der breiten Öffentlichkeit am Salon Planète Santé in Martigny 2019 war Teil dieser Sensibilisierungskampagne.

 

Publikationen

Interessenkonflikte können die Qualität und/oder Fairness der medizinischen Versorgung beeinträchtigen, wenn sie einen unbewussten Einfluss auf die Urteilsfähigkeit oder die beruflichen Entscheidungen ausüben. Um die Fachkreise für den Umgang mit Interessenkonflikten zu sensibilisieren, publizierte die SAMW 2017 Empfehlungen zur Veröffentlichung, zur Prävention und zum Umgang mit Interessenkonflikten bei der Ausarbeitung von Guidelines und «Top-5-Listen».

 

2014 führte die SAMW bei den Fachgesellschaften und weiteren Akteuren des Gesundheitssystems eine Umfrage durch, um eine Bestandesaufnahme der «Choosing-wisely»-Listen zu machen und allfällige bei ihrer Erarbeitung aufgetretene Probleme zu eruieren.

 

 

 

KONTAKT

MSc Andrea Kern
Wiss. Mitarbeiterin