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Symposium «Versorgungsforschung in der Hausarztmedizin»
Im Rahmen des Förderprogramms findet am Mittwoch, den 6. November 2013, in Bern (Hotel Ador) das 2. Symposium zur Versorgungsforschung statt; es wird gemeinsam organisiert von der SAMW, dem Kollegium für Hausarztmedizin (KHM) sowie der Swiss Academy for Family Medicine (SAFMed) und steht unter dem Thema «Versorgungsforschung in der Hausarztmedizin»
Richtlinien «Intensivmedizinische Massnahmen»: definitive Fassung liegt vor
Die Richtlinien halten fest, dass das Abschätzen der Prognose zu den zentralen, aber sehr schwierigen Aufgaben in der Intensivmedizin gehört. Wichtig war der Subkommission deshalb die Beschreibung der für intensivmedizinische Indikationen relevanten Grundbegriffe «Wirkungslosigkeit», «Aussichtslosigkeit», «Lebensqualität» und «Pflegebedürftigkeit».
Die neuen Richtlinien räumen den Entscheidungsprozessen grosses Gewicht ein; gleichzeitig trennen sie klar zwischen der intensivmedizinischen Indikationsstellung, welche im Verantwortungsbereich des Arztes liegt, und dem Recht des Patienten bzw. der vertretungsberechtigten Person, in eine medizinisch indizierte Behandlung einzuwilligen oder diese abzulehnen.
Die Richtlinien äussern sich auch zur Triage, d.h. zu den Kriterien für die Aufnahme auf die Intensivstation, die Verlegung in eine andere Abteilung oder den Verzicht auf eine Wiederaufnahme, wenn davon ausgegangen werden muss, dass der Patient von einer intensivmedizinischen Behandlung nicht mehr profitieren kann.
Im Rahmen der Vernehmlassung sind rund 60 Stellungnahmen eingetroffen; praktisch alle Rückmeldungen begrüssten die Richtlinien als wertvoll für die tägliche Praxis.
SAMW unterstützt drei wissenschaftliche Studien zum Thema «Medizinische Entscheidungen am Lebensende»
In diesem Kontext hat die SAMW eine Studie ausgeschrieben, in der die Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe näher untersucht wird. Die SAMW beteiligt sich zudem an zwei Studien, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Lebensende» (NFP 67) durchgeführt werden.
In der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung werden die drei Studien näher beschrieben.
SAMWbulletin 2/2013 erschienen
Weitere Themen:
Studien zu medizinischen Entscheidungen am Lebensende; Definitive Fassung der RL «Intensivmedizinische Massnahmen»; Expertenkommission «Personalisierte Medizin»; Umsetzung der Roadmap «Nachhaltiges Gesundheitssystem»; Charta «Zusammenarbeit der Gesundheitsfachleute»; Neuauflage des Leitfadens «Rechtliche Grundlagen im medizinischen Alltag»; Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen»
«Rechtliche Grundlagen im medizinischen Alltag»: 2., überarbeitete Auflage des Leitfadens erschienen
Der ärztliche Alltag ist von zahlreichen rechtlichen Bestimmungen begleitet. Oft ist es für eine Ärztin oder einen Arzt schwierig, einen Überblick über die relevanten Gesetzestexte zu bewahren; die allgemeinen rechtlichen Regeln erweisen sich zudem häufig als zu vage, als dass daraus konkrete Verhaltensleitlinien abgeleitet werden könnten.
Mit dem Leitfaden möchten die SAMW und die FMH hier eine Hilfestellung bieten.Den Leserinnen und Lesern soll dieser Leitfaden eine Übersicht bieten über jene rechtlichen Regelungen, welche für den medizinischen Alltag relevant sind. Sein Nutzen für den Praxisalltag besteht darin, dass er häufige und geläufige Fragen einfach und anwendungsorientiert beantwortet. Gesetzestexte und Urteile sind bis Ende 2012 nachgeführt.
Ausschreibung einer Studie «Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe»
Die medizin-ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) schliessen die Suizidhilfe durch einen Arzt zwar nicht aus, beschränken diese jedoch auf Patienten am Lebensende. Im Januar 2012 hat die Zentrale Ethikkommission der SAMW mit einem Positionspapier und einer Artikelserie in der Schweizerischen Ärztezeitung ihren Standpunkt bekräftigt. Dies hat in der Folge zu einer lebhaften Debatte über die Rolle von Ärztinnen und Ärzten geführt; teilweise wurde auch eine Anpassung der SAMW-Richtlinien verlangt.
Vor diesem Hintergrund hat die SAMW beschlossen, eine Studie auszuschreiben, in welcher die Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe untersucht werden soll. Die Resultate dieser Studie werden als Grundlage für eine zunächst intern geführte Diskussion dienen. Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an universitäre Ethik-Institute und entsprechende Einrichtungen an Fachhochschulen. Es werden jedoch auch Offerten anderer Institutionen bzw. einzelner Fachleute berücksichtigt.
Übertragbarkeit eines HTA-Berichts des IQWiG auf die Schweiz – Eine Untersuchung am Beispiel von Ezetimib bei Hypercholesterinämie
Dieser Frage ist das Fachgremium Swiss Medical Board (SMB) anhand eines Assessment Berichtes des Deutschen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) nachgegangen. Mit dieser Untersuchung macht das SMB einen weiteren Schritt in Bezug auf die Entwicklung einer Methodik für die Nutzung von Synergien.
Zertifizierung im medizinischen Kontext: Chancen und Risiken
Der Workshop stellt den aktuellen Stand und die Perspektiven im Bereich Zertifizierung dar und zeigt an einem aktuellen Beispiel die Hintergründe, den Prozess, die Umsetzung sowie die Folgen. Gleichzeitig soll geklärt werden, ob für die SAMW nach der Veröffentlichung der Empfehlungen «Zertifizierung im medizinischen Kontext» weiterer Handlungsbedarf besteht.
Der Workshop richtet sich an Fachleute im Bereich Qualitätssicherung; die Anzahl TeilnehmerInnen ist auf 50 beschränkt.
Relaunch Horizonte: «Baustelle Gesundheit»
Das Magazin wird gemeinsam vom Schweizerischen Nationalfonds und den Akademien der Wissenschaften Schweiz herausgegeben. Es erscheint in vier Ausgaben pro Jahr und kann kostenlos abbonniert werden.
Computertomographie-Scanner in der Abklärung der koronaren Herzerkrankung
Dieser Frage ist das Fachgremium Swiss Medical Board in dem soeben veröffentlichten Bericht nachgegangen. Dabei stützt es sich für die Ermittlung der klinischen Evidenz auf Berichte des Nationale Institute of Health and Clinical Excellence (NICE) und kommt zum Schluss, dass bei gewissen Patientengruppen eine kardiale Computertomographie zur Diagnose einer koronaren Herzkrankheit angebracht ist.
Metastasen-Chirurgie bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs
Zu diesem Schluss kommt das Fachgremium Swiss Medical Board in einem soeben verabschiedeten Bericht. Vorausgesetzt wird dabei eine sorgfältige Diagnostik und Indikationsstellung durch ein interdisziplinäres Tumorboard.
Link zur Website des Medical Board
«Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie»: die revidierten Richtlinien treten am 1. Februar 2013 in Kraft
Neu handelte es sich nicht mehr um Empfehlungen, sondern um «Richtlinien», in die auch die bisherigen Leitlinien der FMH zur Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der FBO eingeflossen sind. Sie sollten nicht verbieten, sondern zur Förderung von Objektivität und Qualität, zur Transparenz, zur Vermeidung von Abhängigkeiten und zum bewussten Umgang mit Interessenkonflikten beitragen. Für die Umsetzung der Richtlinien hat die SAMW 2007 eine «Beratende Kommission» eingesetzt.
Anfang 2012 hat der SAMW-Vorstand die «Beratende Kommission» beauftragt, die Richtlinien zu überarbeiten. Insofern sich die Richtlinien prinzipiell bewährt haben, hat die Kommission wesentliche Teile der bisherigen Richtlinien unverändert belassen. Ganz neu ist nur das Kapitel III (Expertentätigkeit). In den anderen Kapiteln hat sie versucht, offensichtliche Lücken zu schliessen und Präzisierungen anzubringen.
Nach einer breiten Vernehmlassung hat der Senat der SAMW die definitive Fassung der revidierten Richtlinien an seiner Sitzung von Ende November 2012 genehmigt.
Download Richtlinien «Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie» PDF
Medizin für Gesunde? Bericht zum «Human Enhancement»
Unter dem Stichwort «Human Enhancement» werden medizinische Behandlungen diskutiert, die auf die Verbesserung nichtpathologischer Merkmale zielen. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz haben jetzt das Neuroenhancement untersucht. Der Bericht fasst die Resultate von erstmals für die Schweiz durchgeführten empirischen Untersuchungen zusammen, diskutiert ethische Fragen und präsentiert Empfehlungen zum Umgang mit Human Enhancement.
Potenzial und Grenzen von «Individualisierter Medizin»
Die Fortschritte der individualisierten Medizin waren in den letzten Jahren enorm. Gleichzeitig haben sich jedoch auch verschiedene Probleme akzentuiert, welche die SAMW in ihrem neuen Positionspapier benennt und für welche sie Lösungsansätze skizziert.
Richtlinien «Intensivmedizinische Massnahmen» in Vernehmlassung
Sie muss sich mit den ethischen Fragestellungen nach der Sinnhaftigkeit bestimmter Interventionen und den von Politikern, Versicherern und Verwaltung vorgegebenen Grenzen des Finanzierbaren auseinandersetzen. Sie wird zunehmend mit Aufgaben konfrontiert ist, die nicht zu ihrem primären Gebiet gehören; zusätzlich zeichnet sich ein Personalmangel ab. Die Richtlinien «Grenzfragen der Intensivmedizin» aus dem Jahr 1999 berücksichtigten diese Rahmenbedingungen zu wenig; aus diesem Grund hat die Zentrale Ethikkommission eine Subkommission mit einer umfassenden Revision der Richtlinien beauftragt.
Am 29. November 2012 hat der Senat der SAMW den Richtlinien-Entwurf «Intensivmedizinische Massnahmen» verabschiedet. Die definitive Fassung wird voraussichtlich im Mai 2013 in Kraft treten und die Richtlinien «Grenzfragen der Intensivmedizin» aus dem Jahr 1999 ablösen. Interessierte Personen und Organisationen sind zur Stellungnahme bis Ende Februar 2013 eingeladen.
Die Akademien der Wissenschaften fordern ein nachhaltiges Gesundheitssystem
Als Folge haben sich die Prämien für die Grundversicherung in den letzten zehn Jahren etwa um die Hälfte erhöht. Viele Beitragszahler stossen schon heute an ihre finanziellen Grenzen. Wie halten wir das Gesundheitswesen finanzierbar und sichern gleichzeitig die hohe Qualität der Medizin? An einer Tagung in Bern legten die Akademien der Wissenschaften Schweiz eine neue Studie vor und präsentierten eine Roadmap für ein nachhaltiges Gesundheitssystem.
Studie «Effizienz, Nutzung und Finanzierung des Gesundheitswesens» PDF
SAMW zeichnet vier Schweizer Neurowissenschaftler aus
Die Vergabe der beiden Preise fällt in diesem Jahr zusammen.
Den Théodore-Ott-Preis 2012 erhalten:
Prof. Adriano Aguzzi vom Institut für Neuropathologie des Universitätsspitals Zürich und
Prof. Pico Caroni vom Friedrich-Miescher-Institut in Basel.
Den Robert-Bing-Preis 2012 erhalten:
Prof. Andreas Papassotiropoulos vom Institut für Molekulare Neurowissenschaften der Universität Basel und
Prof. Michael Sinnreich vom Neuromuskulären Zentrum des Universitätsspitals Basel.
Beide Preise sind mit jeweils CHF 60'000.– dotiert.
Die Verleihung des Robert-Bing-Preises 2012 findet im Rahmen der Jahrestagung der Swiss Society of Neurosciences am 2. Februar 2013 in Genf statt. Der Théodore-Ott-Preis 2012 wird im Rahmen des «2nd Congress of the Swiss Federation of Clinical Neuro-Societies (SFCNS)» am 5.-7. Juni 2013 in Montreux vergeben.
Kurzlebensläufe der Bing-Preisträger PDF
Kurzlebensläufe der Ott-Preisträger PDF
Fotos der Preisträger:
A. Aguzzi, P. Caroni, A. Papassotiropoulos, M. Sinnreich
Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission (ZEK) zum Einsatz des Praena-Tests
Die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt, den Test nur bei Schwangeren mit einem erhöhten Risiko für Trisomie 21 durchzuführen. Für eine generelle Anwendung wurde der Test bisher nicht validiert. In den Medien wurde der Praena-Test kontrovers diskutiert; die ZEK hat deshalb eine Stellungnahme zu den ethisch relevanten Aspekten ausgearbeitet und darin Empfehlungen formuliert.
Swiss Medical Board veröffentlicht Merkblätter für Patienten
Die Publikationen stellen Entscheidungshilfen bei der Behandlung von Kreuzbandläsionen und der Anwendung des PSA-Tests für die Früherkennung von Prostatakrebs dar. Die Merkblätter dienen als Unterstützung der Ärzte bei Beratungsgesprächen; sie können ab sofort beim Dachverband Schweizerischer Patientenstellen bezogen werden.
Merkblatt «Früherkennung von Prostatakrebs: Bedeutung des PSA-Tests» PDF
Merkblatt «Riss des vorderen Kreuzbandes: operative oder
konservative Behandlung?» PDF
Die Hausarztmedizin (medizinische Grundversorgung) muss stärker akademisch verankert werden
Eine der zentralen Forderungen der Initiative betrifft die Anerkennung der Hausarztmedizin als akademische Disziplin. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) unterstützt grundsätzlich dieses Anliegen; mit einer Stellungnahme möchte sie dies verdeutlichen, gleichzeitig jedoch einige Nuancierungen anbringen.
SAMW veröffentlicht Positionspapier «Nachhaltige Medizin»
Die Kosten steigen, und gleichzeitig wachsen die Ansprüche an die Leistungen. Vor diesem Hintergrund hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) ein Positionspapier «Nachhaltige Medizin» erarbeitet. Dieses benennt Faktoren, die aus Sicht der SAMW die Nachhaltigkeit der Medizin infrage stellen, und skizziert gleichzeitig zahlreiche Massnahmen für eine zukunftsfähige Medizin.
Das Positionspapier ist ein Teilprojekt des Projektes «Nachhaltiges Gesundheitssystem», das die Akademien der Wissenschaften Schweiz 2011 lanciert haben. Am 4. Dezember 2012 findet dazu ein Symposium in Bern statt.
Positionspapier «Nachhaltige Medizin» PDF
Symposium «Ein nachhaltiges Gesundheitssystem für die Schweiz»: Programm und Anmeldung
Empfehlungen «Ethische Unterstützung in der Medizin» neu als Broschüre
Die Empfehlungen richten sich deshalb sowohl an Personen, die eine ethische Unterstützung anbieten als auch an Institutionen im stationären oder ambulanten Bereich, die ein solches Angebot aufbauen oder weiterführen wollen.
Forschung am Menschen: SAMW nimmt Stellung zum Ausführungsrecht
In ihrer Stellungnahme kommt die SAMW zum Schluss, dass die vorliegende Fassung in einigen Punkten zu überarbeiten ist. Obwohl die Regelungsdichte sehr hoch ist, ist die Abgrenzung der Aufgaben und Kompetenzen zwischen Swissmedic, Ethikkommissionen sowie dem BAG als Koordinationsstelle nicht klar genug geregelt. Auch die Struktur des Ausführungsrechts ist aus Sicht der SAMW nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Die Gliederung in drei Ausführungsverordnungen macht einerseits viele Querverweise erforderlich und führt andererseits zu Redundanzen, die den Text leserunfreundlich machen. Der Regelungsentwurf berücksichtigt zudem zu wenig, dass in einigen Bereichen der Medizin (z.B. Pädiatrie) Behandlungen im sog. «off label use» erfolgen müssen, obwohl sie ausgewiesener Standard sind und gemäss national und/oder international anerkannten Guidelines durchgeführt werden. Es ist wichtig, die zweckmässige und wirtschaftliche Anwendung solcher Therapien zu erforschen; dies sollte nicht durch zu enge Rahmenbedingungen erschwert werden.
Schriftliche Aufklärung im Zusammenhang mit Forschungsprojekten
Die in diesem Papier formulierten Empfehlungen sollen dazu beitragen, dass die schriftlichen Aufklärungsdokumente
- sich besser an den Bedürfnissen und Interessen der am Forschungsprojekt teilnehmenden Personen orientieren;
- sich auf das Wesentliche konzentrieren;
- und die kognitiven Voraussetzungen der angesprochenen Gruppe von potentiellen Teilnehmern berücksichtigen.
Das Positionspapier wurde am 25. Juni 2012 vom Vorstand der SAMW und am 24. August vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Ethikkommissionen (AGEK) verabschiedet. Die AGEK wird die Empfehlungen in geeigneter Form konkretisieren.
SNF und Akademien spannen zusammen: Forschungsmagazin «Horizonte» wird noch gewichtiger
Die Zeitschrift wird umfangreicher und behandelt vermehrt Themen an der Schnittstelle zwischen Forschung und Gesellschaft.
«Horizonte» berichtet über die neue Ergebnisse und Erkenntnisse aus allen Disziplinen der Wissenschaft: von der Biologie und Medizin über sozial- und kulturwissenschaftliche Themen bis zu Mathematik und Naturwissenschaften. Die Zeitschrift richtet sich an ein breites, an wissenschaftlichen Fragen interessiertes Publikum.
Ausschreibungen der SAMW in den Bereichen Versorgungsforschung und Neurowissenschaft
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften schreibt für 2012 den Théodore-Ott-Preis in Neurowissenschaften (Preis für ein Lebenswerk) sowie den Robert-Bing-Preis für junge Forschende in Neurowissenschaften aus. Bewerbungsschluss für beide Preise ist der 31. August 2012.
Zudem hat die zweite Ausschreibungsrunde des neuen Förderprogramms «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen» begonnen. Einsendeschluss für Gesuche ist der 1. September 2012. Gesuche müssen neu bei der SAMW eingegeben werden (elektronisch an research@samw.ch).
Weitere Informationen zu den Ausschreibungen finden Sie auf der SAMW-Website www.samw.ch/de/Aktuell/Ausschreibungen.html
Empfehlungen «Ethische Unterstützung in der Medizin» veröffentlicht
Angesichts dieser Entwicklung hat die SAMW die Empfehlungen «Ethische Unterstützung in der Medizin» ausgearbeitet. Diese richten sich an Personen, die eine ethische Unterstützung anbieten, aber auch an Institutionen im stationären oder ambulanten Bereich, die ein solches Angebot aufbauen oder weiterführen wollen.
Die Empfehlungen wurden in der heutigen Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung veröffentlicht.
Versorgungsforschung im Gesundheitswesen: das Beispiel Onkologie
Im Rahmen des neuen Förderprogramms findet am Donnerstag, den 1. November 2012, in Bern (Hotel Ador) ein Symposium zur Versorgungsforschung statt; es wird gemeinsam organisiert von der SAMW und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK) und steht unter dem Thema «Versorgungsforschung in der Schweiz: das Beispiel Onkologie».
Revision der Richtlinien «Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie»
Insofern sich die Richtlinien prinzipiell bewährt haben, hat die zuständige Kommission wesentliche Teile der bisherigen Richtlinien unverändert belassen. Ganz neu ist nur das Kapitel III (Expertentätigkeit). In den anderen Kapiteln hat sie versucht, offensichtliche Lücken zu schliessen und Präzisierungen anzubringen.
Der Senat der SAMW hat die revidierte Fassung an seiner Sitzung von Ende Mai 2012 zur Vernehmlassung verabschiedet; diese dauert bis zum 31. August 2012. Stellungnahmen sind zu richten an das SAMW-Generalsekretariat (mail@samw.ch).
Richtlinien «Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie» (rev. Fassung; Entwurf) PDF
Kostenloser Zugriff auf die «Cochrane Library» und ein stark vergünstigter Zugang zu «UpToDate» via SAMW
Niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten steht ein kostenlosen Zugang zur «Cochrane Library» zur Verfügung. Zudem besteht für Ärztinnen und Ärzte sowie wissenschaftlich interessierte Gesundheitsfachleute die Möglichkeit, über die SAMW ein vergünstigtes Einstiegsabonnement zu «UpToDate» (CHF 190.– statt USD 499.–) für ein Jahr zu erwerben.
Weitere Informationen und Anmeldung
«Personalised Medicine in Clinical Research»
SCTO-Symposium 2012
Das dritte Symposium der Swiss Clinical Trial Organisation (SCTO) widmet sich dem Thema «Personalisierte Medizin in der klinischen Forschung». National und international führende Experten werden Einblicke in die neusten Entwicklungen in diesem höchst dynamischen Forschungsfeld geben.
Das Symposium hat sich zu einer wichtigen, multidisziplinären Konferenz für alle entwickelt, die in der klinischen Forschung in der Schweiz engagiert sind, sowohl für Fachpersonen aus der Akademie und Industrie, als auch für Vertreter von Gesundheitsbehörden und Patientenorganisationen.
Parallel zu den Präsentationen und Diskussionen gibt es die Möglichkeit, aktuelle Ergebnisse aus der klinischen Forschung im Rahmen einer Poster Session vorzustellen (Call for abstracts bis zum 15. Mai 2012).
Weitere Informationen, Programm und Anmeldung
Medical Board: Zwei Themen für die im Jahr 2012 zu evaluierenden medizinischen Leistungen sind festgelegt
Es handelt sich dabei um die chirurgische Entfernung von Lebermetastasen bei einem Darmkrebs und die Anwendung von Computertomographie bei der Diagnose koronarer Herzerkrankungen. Über die Fragestellung des dritten geplanten Berichtes wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Die Auswahl der Fragestellungen erfolgte zum einen aufgrund von Empfehlungen aus der Ärzteschaft. Zudem wurden kürzlich im Ausland veröffentlichte HTA-Berichte identifiziert, welche für das schweizerische Gesundheitswesen relevant sind. Anhand dieser Beispiele sollen erste Erfahrungen gemacht werden, ob und inwiefern ausländische Berichte und Empfehlungen für die Schweiz übernommen werden können. Damit nimmt das Swiss Medical Board die Bestrebungen auf, Synergien zwischen den HTA-Agenturen zu nutzen, wie dies auch in der internationalen Zusammenarbeit angestrebt wird.
Nutzen und Wert medizinischer Leistungen
Der Bericht beschreibt die Methoden zur Bewertung medizinischer Leistungen sowie deren Anwendung in verschiedenen Ländern mit Vor- und Nachteilen. Es erfolgt eine zusammenfassende Beurteilung der möglichen Bedeutung dieser Methoden für die Schweiz. Die Studie wurde im Rahmen einer Tagung am 29. März 2012 in Bern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Probleme bei der Durchführung ärztlicher Suizidhilfe
Anfragen an die Zentrale Ethikkommission (ZEK) haben gezeigt, dass in Einzelfällen eine nicht vertretbare Praxis der ärztlichen Suizidhilfe besteht, und zwar teilweise mit, teilweise aber auch ohne Beteiligung einer Sterbehilfeorganisation. Die ZEK hat dies zum Anlass genommen, in einer Stellungnahme auf die in den massgebenden Richtlinien zur Betreuung von Patientinnen und Patienten am Lebensende aufgeführten Kriterien hinzuweisen und die Voraussetzungen für deren Einhaltung zu präzisieren.
Ärzte dürfen die medizinische Begleitung von Ausschaffungen verweigern
Inhaftierte Personen haben bei der Gesundheitsversorgung dieselben Rechte wie jeder andere Patient. Das hält die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) in einer Stellungnahme fest, die heute in der «Schweizerischen Ärztezeitung» veröffentlicht wird. Danach dürfen inhaftierte Hungerstreikende nur dann zwangsernährt werden, wenn sie nicht mehr urteilsfähig sind und wenn keine anderslautende Patientenverfügung vorliegt. Bei der Ausschaffungshaft gilt: Unter Umständen, die eine medizinische Beurteilung und Behandlung beeinträchtigen, ist der Arzt verpflichtet, die ärztliche Begleitung der Ausschaffung zu verweigern.
Neuer Anhang Richtlinien (pdf)
Richtlinien «Ausübung der ärztlichen Tätigkeit bei inhaftierten Personen» (pdf)
Medicine in the 21st century: IT as a «magic bullet»?
Recent technological advances have revolutionised genome and proteome analyses of individual patients. This progress paves the way for future development and improvement of individualised (or personalised) medicine.
For this vision to become reality, vast amounts of digitalized personal data must be collected and analysed, for which an automated exchange of data and highly developed information technology will be necessary. The EU-Flagship-project «IT Future of Medicine» aims to develop the necessary knowledge and technology. The final goal is to create digital models of individual patients (the «virtual patient»), which can be used by physicians to suggest the best possible medical treatment.
The Swiss Academies of Arts and Sciences are organising a conference, aiming to inform the Swiss scientific community about the project, and more generally about the impact of IT on modern medicine and the possible reconstruction of the patient as an individual but virtual model. The event should help to form an opinion on these fascinating issues.
The conference will take place on 16 March 2012 (13:15 - 18:00) in Bern (SNF). The organisers welcome scientists of all fields, press representatives, interested decision makers as well as the general public.
Akademien der Wissenschaften Schweiz äussern sich skeptisch zum Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier
man erhofft sich davon eine Verbesserung der Abläufe und eine Vernetzung aller Beteiligten, d.h. von Patienten, Ärzten und weiteren Gesundheitsfachleuten. Die Strategie sieht auch die Ausarbeitung rechtlicher Grundlagen für die Einführung, Verbreitung und Weiterentwicklung eines elektronischen Patientendossiers vor. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz äussern sich allerdings skeptisch zum Entwurf eines entsprechenden Gesetzes, den der Bundesrat im September 2011 veröffentlicht hat.
Medical Board fordert Zurückhaltung bei der Operation von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen
Wirbelkörperbrüche infolge von Osteoporose (Knochenschwund) lassen sich mittels Zementinjektionen (Vertebroplastie oder Kyphoplastie) stabilisieren. Die mittelfristige Zusatzwirkung der Zementinjektion gegenüber konservativer Behandlung ist jedoch fraglich. Das Swiss Medical Board empfiehlt zudem mittels prospektiver Studien genauer abzuklären, bei welchen Patienten der operative Eingriff wirksam ist.
Versorgungsforschung im Gesundheitswesen:
Bangerter-Stiftung und SAMW lancieren Förderprogramm
Die Versorgungsforschung bildet die Brücke zwischen biomedizinischer und klinischer Forschung einerseits und medizinischen Interventionen unter Alltagsbedingungen andererseits; ihr Forschungsgegenstand ist gewissermassen die «letzte Meile» zum Patienten. Die Versorgungsforschung gewinnt international zunehmend an Bedeutung. Mit ihrem Förderprogramm möchten die Bangerter-Stiftung und die SAMW dazu beitragen, dass dieser Forschungszweig auch in der Schweiz etabliert und ausgebaut wird.
Für die Periode 2012-2016 stellt die Bangerter-Stiftung zu diesem Zweck 1 Million CHF pro Jahr zur Verfügung.
Medienmitteilung PDF
Umsetzung der Empfehlungen des Swiss Medical Board führt zur Auslösung eines Umstrittenheitsverfahrens
Erstmals hat die Trägerschaft des Swiss Medical Board vor kurzem beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Auslösung eines Umstrittenheitsverfahrens beantragt. Konkret soll die katheter-basierte Behandlung der schweren Mitralklappeninsuffizienz künftig nur noch unter bestimmten Bedingungen durch die Grundversicherung vergütet werden.
Empfehlungen «Strukturen zur ethischen Unterstützungen in der Medizin»: Vernehmlassung eröffnet
Ethikstrukturen sind jedoch nur dann hilfreich, wenn sie ihre Aufgaben adäquat erfüllen können. Aus diesem Grund hat die Zentrale Ethikkommission im Anfang 2009 eine Subkommission beauftragt, Empfehlungen zur Qualität und Nachhaltigkeit der klinisch-ethischen Entscheidungsfindung auszuarbeiten. Ein Entwurf solcher Empfehlungen liegt nun vor. Die von Prof. Samia Hurst aus Genf geleitete Subkommission äussert sich darin zu den Zielen und Aufgaben von Ethikstrukturen, zu den Grundvoraussetzungen für deren Etablierung und zur Qualitätssicherung. In einem Anhang werden diverse Methoden der Ethikunterstützung kurz vorgestellt, Anforderungen an Ethikstrukturen für spezifische Bereiche beschrieben und Überlegungen zur Qualität formuliert.
Der Senat hat die Empfehlungen anlässlich seiner Sitzung vom 24. November 2011 zur Vernehmlassung verabschiedet; diese läuft bis Ende Februar 2012.
Bericht des Swiss Medical Board zum PSA-Screeningtest
Das Swiss Medical Board hat zum Ziel, diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionen aus der Sicht der Medizin, der Ökonomie, der Ethik und des Rechts zu analysieren. Dabei geht es im Kern um die Beurteilung des Kosten-Wirksamkeits-Verhältnisses medizinischer Leistungen.
Rund 5‘700 Männer erkranken jährlich in der Schweiz an Prostatakrebs. Wird dieser rechtzeitig erkannt, erhöht dies die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Zur Früherkennung stützt man sich dabei unter anderem auf die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens im Blut („PSA-Test“). Das Swiss Medical Board hat nun untersucht, ob diese Methode eine zuverlässige Früherkennung bei symptomlosen, familiär nicht vorbelasteten Männern erlaubt. In seinem neuesten Bericht kommt das Swiss Medical Board zum Schluss, dass der PSA-Test in diesen Fällen nicht hilfreich ist und deshalb nicht angezeigt ist.
Bericht «Stellenwert des PSA-Wertes bei der Früherkennung des Prostatakarzinoms»
Genetik im medizinischen Alltag: Neuauflage des Leitfadens für die Praxis
Auch wenn zehn Jahre nach der Sequenzierung des menschlichen Genoms die prognostizierte «Revolution in der Medizin» weitgehend ausgeblieben ist, wächst das Wissen in der medizinischen Genetik schneller, als es in der Praxis umgesetzt werden könnte. Neue diagnostische Möglichkeiten, Gentests aus dem Internet, aber auch eine Vielzahl genetischer Studienergebnisse stellen ÄrztInnen sowie PatientInnen vor viele neue Herausforderungen. Dies hat die SAMW veranlasst, 2004 einen Leitfaden «Genetische Untersuchungen im medizinischen Alltag» zu veröffentlichen.
Mehrere Autoren und ein erweitertes Redaktionsteam haben den Leitfaden in diesem Jahr umfassend überarbeitet und um diverse wichtige und aktuelle Themen, wie z.B. Epigenetik, Personalisierte Medizin, psychische Erkrankungen sowie Ethik, ergänzt. Die Broschüre möchte auch in Zukunft eine nützliche Informationsquelle und Hilfe bei der konkreten Auseinandersetzung mit medizinischen, ethischen, rechtlichen, und psychosozialen Fragen im Zusammenhang mit der modernen Genetik sein.
Der Leitfaden «Genetik im medizinischen Alltag» steht als gedruckte Broschüre oder als PDF zum Download zur Verfügung.
Wechsel in der Geschäftsführung der SCTO
Sie ist die Dachorganisation für klinische Forschung in der Schweiz; zu ihren Hauptaufgaben gehört die Koordination der sechs «Clinical Trial Units» an den Universitätsspitälern und am Kantonsspital St. Gallen. Die erste Geschäftsführerin der SCTO, Dr. Claudia Weiss, hat per Ende Oktober 2011 ihren Rückritt erklärt, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Dieser Führungswechsel fällt zusammen mit dem Übergang von der Aufbau- in die Konsolidierungsphase der SCTO.
Als neue Geschäftsführerin hat der SCTO-Vorstand Annette Magnin aus Winterthur gewählt. Die ausgebildete Apothekerin hat jahrelang in verantwortlicher Position bei einer Clinical Research Organisation gearbeitet; sie war zuständig für die Betreuung klinischer Studien und für die Ausbildung von Prüfärzten. Ausserdem ist sie in verschiedenen fachlichen und standespolitischen Gremien engagiert. Annette Magnin ist verheiratet und Mutter einer 11-jährigen Tochter. Sie tritt die neue Stelle am 1. Februar 2012 an. Bis dahin wird Dr. Katrin Crameri, Leiterin des Ressorts «Wissenschaft und Forschung» der SAMW, interimistisch als Geschäftsführerin der SCTO tätig sein.
Weitere Informationen zur SCTO sind abrufbar unter www.scto.ch
EASAC-Bericht «Impact of engineered nanomaterials on health»
Das Dokument des European Academies Science Advisory Council (EASAC) betont die Notwendigkeit gemeinsamer wissenschaftlicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen, um möglichen Auswirkungen von Nanomaterialien auf die Gesundheit und die Umwelt zu begegnen. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Entwicklung neuer Generationen von Nanomaterialien die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschenden noch wichtiger werden lässt.
Bericht PDF
MedBG-Revision: Die SAMW reagiert skeptisch
Im Zentrum der geplanten Revision des Medizinalberufegesetzes stehen die bessere Verankerung der Grundversorgung sowie die Aufnahme der Komplementärmedizin bei der Aus- und Weiterbildung. Gleichzeitig soll der aktuelle Stand der Rechtsprechung bei der gegenseitigen Diplomanerkennung zwischen der Schweiz und der EU im Gesetz aufgenommen werden. Aus Sicht der SAMW kommt diese Revision frühzeitig und vermag nicht in allen Punkten zu überzeugen.
Stellungnahme PDF
Präimplantationsdiagnostik: Die Akademien sehen den Gesetzesentwurf auf dem richtigen Weg
Gegenüber dem ersten Entwurf im Jahr 2009 sind deutliche Verbesserungen feststellbar. Wichtig ist auch die geplante Änderung von Artikel 119 der Bundesverfassung; damit werden die notwendigen Rahmenbedingungen für die Einführung der PID in der Schweiz geschaffen.
Medienmitteilung PDF
Stellungnahme PDF
Die SAMW begrüsst die vorgeschlagene Teilrevision des Transplantationsgesetzes
Aufgrund von Interpretationsschwierigkeiten in der Praxis plant der Bundesrat bereits eine erste Revision des Gesetzes.
In ihrer Stellungnahme begrüsst die SAMW die vorgeschlagenen Änderungen vollumfänglich. Die vorgeschlagene Teilrevision berücksichtigt die Erfahrungen seit Inkraftsetzung des Transplantationsgesetzes und nimmt wichtige Anliegen aus der Praxis auf; sie trägt damit dazu bei, dass die Transplantation von Organen weiterhin eine erfolgreiche und fest etablierte Behandlungsmethode bleibt.
Stellungnahme PDF
Medienmitteilung PDF
Zukünftige Berufsbilder von ÄrztInnen und Pflegenden: Bericht 2007 und Kommentar 2011
Heraus kam ein Bericht, der einige Resonanz auslöste und Diskussionsgrundlage war rund um die Berufsidentitäten und ihre Veränderungen. Gemeinsam mit VertreterInnen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften wurde das Thema an einer 1-tägigen Veranstaltung im Sommer 2009 weiter verfolgt und vertieft.
Fast vier Jahre nach der Veröffentlichung des Berichtes kam die damalige Arbeitsgruppe zu einem Rückblick und Ausblick zusammen und prüfte, ob sie einen – und allenfalls welchen – Beitrag leisten kann bei der Umsetzung der damaligen Empfehlungen. Als eine der Massnahmen wurde beschlossen, den Bericht aus dem Jahre 2007 unverändert (quasi als «historisches Dokument») zu veröffentlichen und ihm einen aktuellen Kommentar anzufügen.
Bericht PDF
«Es gibt nur einen Tod»
In der Aargauer Zeitung vom 5. August 2011 erschien ein Artikel von D. Battaglia zum Thema «Wann ist man tot genug für die Organentnahme?»; darin waren einige Aussagen missverständlich. Im nachstehenden Kommentar werden deshalb die zentralen Revisionspunkte der Richtlinien noch einmal erläutert.
Kommentar PDF
Initiative "Ja zur Hausarztmedizin": SAMW-Stellungnahme zum Gegenvorschlag
Auch wenn die SAMW die Sorge der Hausärzte um eine gute medizinische Grundversorgung für die Bevölkerung teilt, findet sie es grundsätzlich richtig, der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüber zu stellen; in der vorliegenden Form vermag dieser jedoch nicht zu überzeugen.
Stellungnahme PDF
Organtransplantation: SAMW revidiert die Richtlinien zur Feststellung des Todes
Die aktuell gültigen Richtlinien «Feststellung des Todes mit Bezug auf Organtransplantationen» stammen aus dem Jahr 2005. Da sie im Zusammenhang mit dem 2007 in Kraft getretenen Transplantationsgesetz in der Praxis zu Interpretationsschwierigkeiten führten, hat die SAMW eine Subkommission unter Leitung von Prof. Jürg Steiger aus Basel mit deren Überarbeitung beauftragt.
MD-PhD-Programm: 12 neue Stipendien vergeben
Das MD-PhD-Programm ist ein Nachwuchsförderungsprogramm, welches 1992 auf Initiative der SAMW und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gegründet wurde. Die SAMW vergibt jedes Jahr gemeinsam mit dem SNF und unter Mithilfe privater Stiftungen MD-PhD-Stipendien an forschungsinteressierte Ärztinnen und Ärzte für ein 3-jähriges Zweitstudium in den Bereichen Naturwissenschaft, Public Health, Epidemiologie und Ethik. Neben dem SNF, der einen Grossteil der Stipendien finanziert, und der SAMW sind folgende Stiftungen am MD-PhD-Programm beteiligt: Stiftung Prof. Dr. Max Cloëtta, Fondation Suisse de Recherche sur les Maladies Musculaires, Roche, Fondation Louis-Jeantet, Krebsforschung Schweiz und die Velux Stiftung.
Von insgesamt 21 BewerberInnen haben 2011 12 Personen ein Stipendium im Rahmen des Programms zugesprochen erhalten.
Zertifikate in der Medizin: SAMW veröffentlicht Empfehlungen
Häufig ist jedoch unklar, wofür diese Zertifikate stehen, auf welchen Grundlagen sie beruhen und welches ihre Gültigkeitsdauer ist. Diese Situation hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) bewogen, Empfehlungen zur «Zertifizierung im medizinischen Kontext» auszuarbeiten. Die Empfehlungen sind in der neuesten Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung veröffentlicht und richten sich an Zertifizierungsstellen, Leistungserbringer, Versicherungen und Behörden. Den Patienten können sie helfen, sinnvolle von nutzlosen Zertifikaten zu unterscheiden.
Neue Patientenverfügung der FMH und der SAMW
Die FMH und die SAMW stellen eine Patientenverfügung zum Ausfüllen in zwei Varianten kostenlos zur Verfügung.
Prof. Peter Meier-Abt neuer Präsident der SAMW
Der neue Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften kommt aus Basel. An seiner Sitzung vom 24. Mai 2011 wählte der Senat der SAMW Prof. Peter Meier-Abt, Vizerektor der Universität Basel, zum neuen Präsidenten. Er wird damit Nachfolger von Prof. Peter Suter aus Genf, der dieses Amt sieben Jahre lang innehatte.
EASAC-Bericht zum Weltgesundheitstag 2011
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erinnert mit dem Weltgesundheitstag an ihre Gründung im Jahr 1948; sie legt dazu jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz fest.
Der European Academies Science Advisory Council (EASAC) hat zum diesjährigen Thema vor kurzem den Bericht «European public health and innovation policy for infectious disease: the view from EASAC» veröffentlicht.
Der EASAC ist ein Dachverband der wissenschaftlichen Akademien in Europa; ihm gehören auch die Akademien der Wissenschaften Schweiz an.
Der Bericht und die dazugehörige Medienmitteilung (beide auf Englisch) sind hier abrufbar:
Fakten und Argumente zur Präimplantationsdiagnostik
Der Bundesrat plant, im Frühsommer 2011 die Vorlage für eine Verfassungsrevision und einen zweiten Entwurf zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes zu veröffentlichen. Die SAMW hat im Hinblick darauf die aus ihrer Sicht relevanten Fakten und Argumente zum Thema Fortpflanzungsmedizin und Präimplantationsdiagnostik in einem Factsheet zusammengestellt; dieses wurde am 16. März der Parlamentarischen Gruppe «Gesundheit» vorgestellt.

