Wissenschaftskultur

Eine gute Wissenschaftskultur ist die Basis für qualitativ hochstehende Forschung; die Qualität der medizinischen Forschung wird jedoch seit einigen Jahren kritisch hinterfragt. Beispielhaft dafür steht eine Artikelserie im «Lancet», die 2014 unter dem Titel «increasing value – reducing waste» veröffentlicht wurde. Gleichzeitig stellt der Mangel an Nachwuchsforschenden ein zunehmendes Problem dar.

Die SAMW sieht einen direkten Zusammenhang zwischen diesen beiden Herausforderungen und schlägt deshalb in einem Positionspapier (August 2016) konkrete Massnahmen vor, um sowohl die Wissenschaftskultur als auch die Situation der Nachwuchsforschenden zu verbessern.

 

Dieses jüngste Positionspapier schliesst an vorgängige Publikationen an, namentlich an das SAMW-Positionspapier «Medizin als Wissenschaft», den Bericht der Themengruppe «Nachwuchs für die Klinische Forschung in der Schweiz» und die von den Akademien der Wissenschaften Schweiz publizierten «Empfehlungen für gendergerechte akademische Karrierewege».  

 

Der SAMW-Senat hat Mitte November 2016 beschlossen, folgende Begleitgruppe einzusetzen, um die Umsetzung des neuen Positionspapiers in der Praxis zu unterstützen:

  • Prof. Henri Bounameaux, Genf (Vorsitz)
  • Prof. Claudio Bassetti, Bern
  • Prof. Beatrice Beck Schimmer, Zürich
  • Dr. Katrin Crameri, BAG, Bern
  • Prof. Jürg Hodler, Zürich
  • Prof. Primo Schär, Basel
  • Prof. Dominique Soldati-Favre, SNF, Genf
  • Dr. Myriam Tapernoux, SAMW, Bern (ex officio)
  • Prof. Jean-Daniel Tissot, Lausanne

 

 

Schwerpunkt im Akademien-Verbund

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz bearbeiten das Thema Wissenschaftskultur als gemeinsamen Schwerpunkt über Disziplinen und auch über Landesgrenzen hinweg. 2014 fand gemeinsam mit den Akademien der Wissenschaften Deutschland und Österreich eine Tagung statt unter dem Titel: Braucht es eine neue Wissenschaftskultur?

 

Link zum Tagungsbericht vom Juli 2014 

 

KONTAKT

lic. phil. Valérie Clerc
Generalsekretärin