Choosing wisely – smarter medicine

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Die 2013 veröffentlichte Roadmap «Ein nachhaltiges Gesundheitssystem für die Schweiz» schlägt konkrete Massnahmen vor, darunter eine unter dem Titel «Choosing wisely»: Nach dem Beispiel des Projektes «Choosing wisely» des American Board of Internal Medicine erstellen die Fachgesellschaften eine Liste mit 10 Interventionen, die unnötig sind und daher nicht mehr durchgeführt bzw. nicht mehr vergütet werden sollen.

Die Choosing-wisely-Initiative ist bei der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) auf grosses Interesse gestossen, konnte insgesamt aber in der Schweiz nicht recht Fuss fassen. Dies veranlasste die SAMW, im Herbst 2014 bei den Fachgesellschaften und weiteren Akteuren des Gesundheitssystems eine Online-Umfrage durchzuführen, bei der unter anderem nach dem Vorhandensein von Choosing-wisely-Listen bzw. nach Problemen bei deren Erstellung gefragt wurde.

 

Der im Juni 2017 gegründete Trägerverein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», dem neben der SAMW und der SGAIM auch der Schweiz. Verband der Berufsorganisationen im Gesundheitswesen (SVBG) sowie Patienten- und Konsumentenorganisationen angehören, soll für Aufwind sorgen. Dabei geht es um mehr als die Veröffentlichung von Listen unnötiger Behandlungen: Frühzeitige Behandlungsplanung, interprofessionelle Absprachen zwischen ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Leistungserbringern und die Information der Öffentlichkeit gehören zu den Zielen des Vereins.

 

In den nächsten Monaten werden verschiedene medizinische Fachgesellschaften weitere Top-5-Listen mit unnützen Behandlungen in ihrem Fachbereich publizieren. Den Auftakt machen die Empfehlungen in der Intensivmedizin und in der Geriatrie, welche die zwei bestehenden Listen in der Inneren Medizin (ambulant und stationär) ergänzen.

 

Weitere Informationen zum Trägerverein und eine Übersicht über die bestehenden Top-5-Listen findet man unter www.smartermedicine.ch.

 

 

KONTAKT

lic. phil. Valérie Clerc
Generalsekretärin