Interprofessionalität

Mit den zunehmend komplexen Behandlungen wird die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen immer mehr zum Erfolgsfaktor in der Gesundheitsversorgung. Die Forderung nach mehr und besserer interprofessioneller Zusammenarbeit (IPZ) wurde deshalb in den letzten Jahren immer lauter. Die SAMW unterstützt diese Bestrebungen in vielfältiger Weise.

Untersuchungen haben mehrfach aufgezeigt, dass durch die Förderung der Interprofessionalität die Qualität der Versorgung gesteigert und die Ressourcen effizienter genutzt werden können. Gleichzeitig ist die Umsetzung der Interprofessionalität aber auch mit Herausforderungen verbunden, etwa mit unterschiedlichen Rollenverständnissen, Fragen der Kompetenzenverteilung oder der Verantwortung.

 

Mit einer mehrjährigen Veranstaltungsreihe, die im Herbst 2016 gestartet wurde, vertieft die SAMW jährlich einen Aspekt der Interprofessionalität und bietet den verschiedenen Berufsgruppen eine Plattform für Austausch und Vernetzung. Im Rahmen des Symposiums wird auch der SAMW Award Interprofessionalität verliehen, der «Best Practice»-Beispiele bekanntmachen soll.

 

Programm/Anmeldung Symposium «Interprofessionalität» 2017

 

Ausschreibung Award «Interprofessionalität» 2017

 

 

Eine Charta für die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen

2011 veröffentlichte die SAMW das Positionspapier «Die zukünftigen Berufsbilder von Ärztinnen und Pflegenden». Eine der darin formulierten Empfehlungen betraf die Ausarbeitung einer «Charta» zur Zusammenarbeit der Gesundheistfachleute.

 

Die Charta soll als Grundlage dienen für die interprofessionelle Zusammenarbeit und richtet sich an die in der Gesundheitsversorgung aktiven Fachleute, Berufsverbände und Institutionen. Sie nennt einleitend «Prinzipien», formuliert «Kernelemente und Verpflichtungen» und bezeichnet in einem zusätzlichen Kapitel geeignete Umsetzungsmassnahmen. Die SAMW begleitet die Umsetzung der Charta mit verschiedenen Massnahmen:

  • Im Sommer 2015 gab sie ein juristisches Gutachten in Auftrag, um die Reichweite der ärztlichen Verantwortung zu klären; eine für die IPZ zentrale Frage
  • Im Frühjahr 2016 organisierte sie in Zürich und Morges zweitägige Workshops zum Thema «Wie gelingt Interprofessionalität?»
  • Im Herbst 2016 schrieb sie erstmals den SAMW-Award «Interprofessionalität» aus
  • Im 2016 gab sie eine Studie in Auftrag mit dem Ziel, dem Verständnis von IPZ in der Praxis nachzugehen und allgemeingültige Schlussfolgerungen daraus abzuleiten
  • Im Dezember 2016 organisierte sie das Symposium «Interprofessionalität im Gesundheitswesen: bis hierher – und wie weiter?»
  • 2017 wird der SAMW-Award zum zweiten Mal ausgeschrieben
  • Im November 2017 findet das zweite Symposium «Interprofessionalität im Gesundheitswesen: Welche Bildung für welche Praxis?» statt

 

Förderprogramm «Interprofessionalität» des Bundes

Im Februar 2016 veröffentlichte der Bundesrat ein Dokument, das die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Ärzten und weiteren Gesundheitsberufen zum Thema hat. Es enthält wichtige Leitplanken im Hinblick auf eine höhere Zahl von Ausbildungsplätzen und stellt auch die notwendigen finanziellen Mittel in Aussicht. Die Politik nimmt damit die wesentlichen Forderungen auf, die aus Sicht der SAMW für die Nachhaltigkeit des Gesundheitssystems in der Schweiz unabdingbar sind.

 

Förderprogramm «Interprofessionalität im Gesundheitswesen»

KONTAKT

Dr. Hermann Amstad
Generalsekretär