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Dr. Hermann Amstad,

Generalsekretär,

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Medizinische Qualitätsdaten

Politiker, Behörden und Patientenorganisationen fordern seit Jahren die im Gesetz (KVG Artikel 58) vorgesehene Veröffentlichung von Daten über die Behandlungsqualität in Schweizer Spitälern. Jahrelang wurden wenige oder keine Daten zur medizinischen Qualität publiziert. Erst nachdem comparis.ch im Sommer 2007 die Resultate einer von ihnen in Auftrag gegebenen landesweiten Umfrage publizierte, haben H+ (Schweizerischer Spitalverband) und das Bundesamt für Gesundheit konkrete Projekte angekündigt.

Mit der Veröffentlichung von medizinischen Qualitätsdaten soll der Bürger über die von den Leistungserbringern erzielte Qualität informiert werden. Die Messung und Erfassung der medizinischen Behandlungsqualität ist aufwändig, methodisch nicht einfach und fehleranfällig. Die Veröffentlichung korrekter Daten ist begrüssenswert; die Publikation falscher bzw. ungeeigneter Daten hingegen kann zu unnötiger Verunsicherung der Bevölkerung führen und ist aus Sicht der SAMW sowohl aus fachlicher als auch aus ethischer Sicht problematisch.

Angesichts des beginnenden Wettbewerbs um die «rascheste» und «umfassendste» Publikation von Qualitätsdaten hat die SAMW eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Johann Steurer aus Zürich eingesetzt und beauftragt, «Standards für die Veröffentlichung von Daten über die medizinische Behandlungsqualität» auszuarbeiten und darin im speziellen auch die ethischen Aspekte anzusprechen.

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