Erleichterter Zugang zu wissenschaftlicher Literatur
Trotz Erfolgen der «Open Access»-Bewegung ist immer noch der Grossteil der aktuellen medizinischen Literatur den Abonnenten bzw. Lizenz-Zahlenden vorbehalten. In ihrem Positionspapier «Medizin als Wissenschaft» von 2009 fordert die SAMW, dass junge Ärztinnen und Ärzte während der Weiterbildung den Kontakt zur Wissenschaft haben. Nicht nur die ÄrztInnen in den Universitätsspitälern, sondern auch solche in anderen Spitälern oder in der Praxis sollten ihre Patienten auf der Basis der aktuellsten zur Verfügung stehenden Daten – im Sinne der «evidence-based medicine» – versorgen. Dafür braucht es den Zugriff zu relevanten Fachjournalen und Datenbanken.Die Kommission Biomedizinische Bibliotheken der SAWM hat Anfang 2009 angeregt, dieses Thema aufzugreifen; sie hat dazu eine schweizweite Untersuchung an nicht-universitären Spitälern durchgeführt. Diese hat gezeigt, dass an vielen Spitälern nur ein beschränkter Zugang zu wissenschaftlicher Literatur vorhanden ist und massgeblich davon abhängt, wie viel die Spitäler bereit sind, für Lizenzen auszugeben. Alle angefragten Spitäler haben ihr Interesse an einer nationalen Lösung angemeldet.
Um mögliche Lösungsansätze mit den verschiedenen Interessensvertreter zu diskutieren, hat die Kommission am 21. Januar 2010 zu einem Workshop «Erleichterter Zugang zu medizinischer Fachliteratur» geladen, an dem die aktuelle Situation gemeinsam analysiert und evaluiert werden sollte.
Programm des Workshops
Workshopbericht
