Bei Fragen wenden Sie sich bitte an
Dr. Michael Röthlisberger,
Leitung Ressort Forschung,
Tel. 031 306 92 76

Forschung in Palliative Care


Bund und Kantone haben im Rahmen der Plattform «Nationale Gesundheitspolitik» beschlossen, Palliative Care in der Schweiz zu fördern. Die «Nationale Strategie Palliative Care» legte Ziele fest, um das Angebot der Palliative Care zu fördern. Dazu wurden fünf Teilprojekte definiert. Während in vier davon (Sensibilisierung, Versorgung, Bildung, Finanzierung) klare Fortschritte zu beob­achten sind, gilt dies für das fünfte Teilprojekt (Forschung) erst in geringerem Ausmass.
 
Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hat die Bedeutung von Palliative Care früh erkannt und engagiert sich deshalb schon seit langem in diesem Bereich, un­ter anderem mit der Ausarbeitung von ethischen Richtlinien, der finanziellen Unterstützung der Fachgesellschaft und der Mitarbeit im Dachverband «pro palliative care». Weil die SAMW überzeugt ist, dass für die Etablierung von Palliative Care auch der Forschung eine wichtige Rolle zukommt, sieht sie – als Forschungsförder­institution – in deren Unterstützung eine Aufgabe, der sie sich in den nächsten Jahren speziell widmen will. Mit einem Förderpro­gramm möchte die SAMW zusammen mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung und der Gott­fried und Julia Bangerter-­Rhyner Stiftung dazu bei­tragen, dass die Forschung in Palliative Care auch in der Schweiz auf­- und ausgebaut wird.

Das Förderprogramm «Forschung in Palliative Care» soll namentlich
  • mittel­ bis langfristig zu einem nachhaltigen Ausbau der Forschungskompetenzen und ­Infrastrukturen im Bereich Palliative Care in der Schweiz führen;
  • qualitativ hochstehende Forschungsprojekte im Bereich Palliative Care ermöglichen;
  • den wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Bereich fördern;
  • diesem Forschungszweig auch personell jenen entscheidenden Impuls geben, der ihn in die Lage versetzt, in Zukunft im Wettbewerb mit anderen Forschungsbereichen erfolgreich Fördergelder zu akquirieren.
 
Zu diesem Zweck stellen die Johnson-­Stiftung und die Bangerter-­Stiftung für die Periode 2014 – 2017 Fördergelder von ca. CHF 1 000 000 pro Jahr zur Verfügung.
Folgende Förderinstrumente stehen zur Verfügung:

A. Projektunterstützung
  • Zur Durchführung von Forschungsprojekten
  • in der Regel max. CHF 80 000.– pro Gesuch und Jahr, längstens über 3 Jahre 

B. Personenbezogene Stipendien bzw. Darlehen
  • Auslandaufenthalte zu Weiter-­ oder Fortbildungszwecken für Nachwuchsforschende im Bereich «Forschung in Palliative Care»
  • in der Regel max. CHF 40 000.– pro Person und Jahr, für max. 2 Jahre
  • Grundsätzlich werden die Beiträge hälftig als Stipendium und hälftig als Darlehen ausbezahlt.

Welche Förderbereiche werden abgedeckt?
Mit dem Begriff «Forschung in Palliative Care» wird ein weiter Bereich von Forschungsfragen abgedeckt; dazu gehören namentlich
  • Symptomkontrolle (Atemnot, neuropsychiatrische Symptome, gastrointestinale Symptome, Schmerz)
  • psychosoziale und spirituelle Begleitung (Lebensqualität, Lebenssinn, Angehörige)
  • ethische Fragen (Vulnerable Populationen, Entscheidungen am Lebensende, Autonomie, Freitod)
  • Infrastruktur (stationär, ambulant, Schnittstellen)
Gesuchseingaben
Gesuche können auf Deutsch, Französisch oder Englisch eingereicht werden.

Achtung - neues Prozedere zur Gesuchseingabe
Schritt 1: Online-Registrierung des Gesuchs (anstelle der bisherigen Gesuchsformulare)
Schritt 2: Übermittlung der Gesuchsunterlagen per E-Mail an research@samw.ch

Gesuchsformulare in der alten Form gibt es nicht mehr.


Reglement

Förderkriterien und detaillierte Angaben zum Programm und zur Gesuchseingabe sind im Reglement des Förderprogramms zusammengefasst.
Reglement PDF

Evaluation der Gesuche
Die Begutachtung der Anträge erfolgt durch eine Expertenkommission. Sie entscheidet, welche der eingereichten Gesuche dem Stiftungsrat der Johnson-Stiftung, bzw. dem Stiftungsrat der Bangerter-Stiftung zur Förderung vorgeschlagen werden.
 
Nächster Eingabetermin ist der 1. Juni 2016.


Howald Fosco | [tm]