Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau
lic. iur. Michelle Salathé,
MAE, Ressort Ethik,
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Organtransplantationen

Seit dem 1. Juli 2007 sind die rechtlichen Voraussetzungen für Organtransplantationen auf gesamtschweizerischer Ebene im Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen (Transplantationsgesetz) festgehalten. In der Frage des Todeskriteriums stützt sich das Gesetz auf die neurologische Definition des Todes, wonach der Mensch tot ist, wenn sämtliche Funktionen seines Hirns, einschliesslich des Hirnstamms, irreversibel ausgefallen sind. Zur Feststellung des Todes verweist die Verordnung zum Transplantationsgesetz auf die SAMW-Richtlinien «Feststellung des Todes mit Bezug auf Organtransplantationen». Damit unterstellt der Gesetzgeber nicht die Definition des Todes, jedoch die Bestimmungen, wie er lege artis festzustellen ist, dem Stand der medizinischen Wissenschaft. Nachdem der Tod festgestellt ist, dürfen Organe entnommen werden, wenn eine Einwilligung des allfälligen Spenders oder subsidiär eine stellvertretende Einwilligung von berechtigten Dritten vorhanden ist (sog. erweiterte Zustimmungslösung).
 

Richtlinien der SAMW:


Relevante Dokumente:


Factsheet «Organtransplantation: Widerspruchs- oder Zustimmungslösung» / November 2013 (PDF)
Factsheet «Teilrevision des Transplantationsgesetzes» / August 2013 (PDF)

Howald Fosco | [tm]