Ärztliche Suizidhilfe

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Über Jahrzehnte hat die SAMW die Position vertreten, dass Suizidhilfe kein Teil der ärztlichen Tätigkeit sei. Bei der Neufassung der Richtlinien zur Betreuung von Patienten am Lebensende (2004) führten intensive Diskussionen zu einer Öffnung. Weiterhin wird jedoch Kritik laut, weil sich die Richtlinien auf Patientinnen und Patienten beschränken, die am «Lebensende» stehen.

Im Januar 2012 veröffentlichte die Zentrale Ethikkommission in der Schweizerischen Ärztezeitung die Stellungnahme «Probleme bei der Durchführung ärztlicher Suizidhilfe» und brachte damit eine lebhafte Debatte über die Rolle von Ärztinnen und Ärzten in Gang. Die teilweise heftigen Reaktionen machten deutlich, wie gespalten die Ärzteschaft in dieser Frage ist. Vor diesem Hintergrund gab die SAMW eine Studie in Auftrag zur «Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe». Folgende Themenbereiche wurden vertieft untersucht:

  • Einstellungen der Ärztinnen und Ärzte zur Suizidhilfe grundsätzlich und in Bezug auf bestimmte Patientengruppen
  • Einstellungen zur ethisch angemessenen Rolle der Ärzteschaft im Bereich der Suizidhilfe
  • Die Bereitschaft von Ärzten zur Mitwirkung bei einem assistierten Suizid
  • Die Erfahrungen von Ärztinnen mit Suizidhilfe
  • Regelungen und mögliche Folgen einer Ausweitung ärztlicher Suizidhilfe

 

Die Ergebnisse wurden im November 2014 veröffentlicht.

 

 

 

Richtlinien «Entscheidungen am Lebensende»

Eine Subkommission der Zentralen Ethikkommission überarbeitet die Richtlinien Entscheidungen am Lebensende. Dabei geht es auch um die Klärung, wie Ärztinnen und Ärzte mit Anfragen zur Suizidhilfe umgehen.

KONTAKT

lic. iur. Michelle Salathé
Leitung Ressort Ethik