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21.08.2014  | Studie im Auftrag der SAMW

Studie zeigt eine weite Verbreitung potentiell inadäquater Medikamente bei älteren Patienten

Multimorbidität geht in der Regel einher mit der Einnahme mehrerer Medikamente. Mit jedem zusätzlichen Medikament steigt allerdings das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen. 

Um die Medikamentensicherheit zu erhöhen, empfehlen deshalb ärztliche Leitlinien, bei älteren Menschen gewisse als «potentiell inadäquate Medikamente» (PIM) eingestufte Arzneimittel zu vermeiden.

Eine aktuelle Studie aus der Schweiz zeigt eine weite Verbreitung potentiell inadäquater Medikamente bei älteren Patienten und bestätigt die Gefährlichkeit der PIM: Patienten, die PIM einnehmen, müssen häufiger ins Spital. Bei mehr als 3 PIM gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit einer Spitaleinweisung bereits 63% höher als bei Patienten ohne PIM-Verordnung. Zudem zeigt die Studie, dass Patienten, die in einem Managed-Care-Modell versichert sind, weniger PIM verordnet bekommen als traditionell versicherte Personen.

Die Studie, die Oliver Reich von der Abteilung für Gesundheitswissenschaften der Helsana in Zürich in Zusammenarbeit mit Thomas Rosemann vom Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich durchführte, wurde im Rahmen des Projektes «Nachhaltiges Gesundheitssystem»* von der Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) in Auftrag gegeben. Anhand von Versicherungsdaten von vier Schweizer Krankenversicherungen sollte untersucht werden:

  • wie viele über 65-jährige, grundversicherte Patienten in einem Managed-Care-Modell eine PIM-Verordnung erhielten, 
  • welche Faktoren eine PIM-Verordnung begünstigen, sowie 
  • ob eine PIM-Verordnung zu vermehrten Spitalaufenthalten führt. 

Die Stichprobe umfasste fast 50’000 ältere Patienten in einem Managed-Care-Modell. Der Anteil Patienten mit mindestens einer PIM-Verordnung betrug rund ein Viertel (22.5%). Die Resultate, die diese Woche in PLOS One** veröffentlicht wurden, legen die Notwendigkeit vermehrter Anstrengungen im Bereich der Arzneimittelsicherheit nahe. Die Beobachtung, dass Managed-Care-Patienten weniger häufig potentiell inadäquaten Medikamenten ausgesetzt werden, deutet auf eine gezieltere Arzneimitteltherapie in gesteuerten Versorgungsmodellen hin.

*http://www.akademien-schweiz.ch/
** http://www.plosone.org/
 

18.08.2014  | Positionspapier der SAMW

Für einen freien Zugang zu Forschungsergebnissen

Ärztinnen und Ärzte müssen über neue wissenschaftliche Erkenntnisse informiert sein. Die Kosten für den Zugang zu wissenschaftlichen Zeitschriften und Datenbanken sind jedoch inzwischen so hoch, dass selbst Bibliotheken der Universitätsspitäler unter Druck geraten. 

Umso schwieriger ist es für nicht-universitäre Spitäler, niedergelassene Ärzte und Patienten, an aktuelle Forschungsergebnisse zu gelangen.

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) fordert Verlage und Wissenschaftsakteure auf, den Übergang zu «Open Access» zu beschleunigen: wissenschaftliche Arbeiten sollen auf öffentliche Webseiten gestellt oder in frei zugänglichen Online-Zeitschriften publiziert werden. Ein neues Positionspapier der SAMW erklärt die verschiedenen Formen der Open-Access-Publikation und empfiehlt dringende Massnahmen.

Die Publikation erscheint auch in französischer und englischer Sprache und kann kostenlos bei der SAMW bezogen (d + f) bzw. unter www.samw.ch/de/Publikationen/Positionspapiere heruntergeladen werden.

1.07.2014  | Vorstand

Wechsel im SAMW-Vorstand

Im Rahmen einer kleinen Feier hat der SAMW-Vorstand Ende Juni drei Mitglieder verabschiedet. Prof. Anne-Fançoise Allaz aus Genf, Prof. Urs Metzger aus Zürich und Prof. Fred Paccaud aus Lausanne verlassen den Vorstand nach mehrjährigem, engagierten Mitwirken.

Neben ihrer Vorstandstätigkeit haben alle drei Demissionäre auch in anderen SAMW-Gremien mitgewirkt und damit die Arbeit der Akademie massgeblich mitgeprägt.

An der Sitzung von Ende Mai 2014 hat der SAMW-Senat vier neue Mitglieder in den Vorstand gewählt:

  • Prof. Beatrice Beck Schimmer, Leitende Ärztin am Institut für Anästhesiologie des UniversitätsSpitals Zürich und Mitglied des SNF-Forschungsrates (Abt. III)
  • Prof. Vincent Mooser, Direktor des Département des Laboratoires am CHUV in Lausanne
  • Prof. Anita Rauch, Direktorin des Instituts für Medizinische Genetik an der Universität Zürich und Mitglied des SNF-Forschungsrates (Abt. III)
  • Prof. Martin Täuber, Direktor des Instituts für Infektionskrankheiten des Inselspitals und Rektor der Universität Bern

An der gleichen Sitzung wählte der Senat zudem Prof. Martin Täuber zum zweiten Vizepräsidenten der SAMW, neben Prof. Martin Schwab aus Zürich.

11.06.2014  | Ethik

Richtlinien «Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie» liegen vor

Einzelfälle von «experimentellen Therapien» haben in der Vergangenheit immer wieder zu Schlagzeilen geführt. 

Sie zeigen, dass die Informationspflicht über den experimentellen Charakter einer Therapie und die in solchen Situationen bestehende erhöhte Sorgfaltspflicht nicht immer genügend wahrgenommen werden. Das Thema ist aus Sicht der SAMW wichtig und sie hat deshalb medizin-ethische Richtlinien zur «Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie im Einzelfall» ausgearbeitet. 

Im Laufe der Arbeiten zeigte sich, dass die Herausforderung nicht – wie ursprünglich angenommen – darin besteht, Forschung von Nicht-Forschung abzugrenzen, sondern Kriterien dafür festzulegen, wann eine Therapie vom Standard abgedeckt ist und wann es sich um eine experimentelle Therapie handelt. Sowohl Standardtherapien als auch experimentelle Therapien können im Rahmen eines Forschungsprojekts angewendet werden. Forschungsuntersuchungen sind demzufolge nicht von der Standardtherapie abzugrenzen, sondern können eine ergänzende Dimension sowohl der Standardbehandlung als auch der experimentellen Behandlung sein.
Folgende Botschaften der Richtlinien sind zentral:

  • Um eine Standardtherapie handelt es sich dann, wenn sich die Therapie auf aktuell gültige fachliche Empfehlungen stützt oder – beim Fehlen solcher Empfehlungen – der allgemein geübten Praxis anerkannter Expertinnen entspricht.
  • Eine experimentelle Therapie liegt vor, wenn eine Therapie von der Standardtherapie abweicht, bzw. bei Fehlen einer Standardtherapie eingesetzt wird.
  • Die Durchführung einer experimentellen Therapie ist mit erhöhten Sorgfaltspflichten verbunden.

Richtlinien (PDF)

10.06.2014  | Forschungsförderung

Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen»

Die SAMW und die Bangerter-Stiftung schreiben zum vierten Mal Fördergelder für den Bereich Versorgungsforschung im Gesundheitswesen aus.

Folgende Förderinstrumente stehen zur Verfügung:

  • Anschubfinanzierung (Seed Money): Zur Konkretisierung von Projektideen, Durchführung von Pilotprojekten, Entwicklung und Evaluation von Methoden, etc. (max. CHF 25'000.– pro Gesuch, einmalig).
  • Projektunterstützung: Zur Durchführung von Forschungsprojekten (max. CHF 100'000.– pro Gesuch und Jahr, längstens über 3 Jahre).
  • Personenbezogene Stipendien: Auslandaufenthalte zu Weiter- oder Fortbildungszwecken für Nachwuchsforschende im Bereich Versorgungsforschung (max. CHF 40'000.– pro Person und Jahr, für max. 2 Jahre, hälftig als Stipendium und hälftig als Darlehen).

Eingabetermin für Gesuche ist der 1. September 2014. Gesuche müssen bei der SAMW eingegeben werden (eletronisch an research@samw.ch).

Gesuchsformular und weitere Informationen unter: www.samw.ch/de/versorgungsforschung

5.06.2014  | Forschungsförderung

Nachwuchsförderung im Bereich Medizinische Radiologie: Ausschreibung von Stipendien

Dank testamentarischer Verfügung der Gattin von Prof. Helmut Hartweg, einem Basler Radiologen, erhielt die SAMW die Möglichkeit, einen neuen Fonds für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der medizinischen Radiologie zu eröffnen.

Das Reglement des Helmut-Hartweg-Fonds sieht die Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten durch personenbezogene Stipendien für ihre wissenschaftliche Weiterbildung im Gebiet der medizinischen Radiologie (d.h. in den drei Teilfächern diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin und Radio-Onkologie) vor. Die Stipendien ermöglichen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die eine akademische Laufbahn in der Schweiz einschlagen wollen, einen Forschungsaufenthalt im Ausland, wo sie ihre Kenntnisse vertiefen und ihr wissenschaftliches Profil verbessern können.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. September 2014.
Weitere Informationen sowie das Gesuchsformular sind abrufbar unter www.samw.ch/de/Forschung/Helmut-Hartweg-Fonds

3.06.2014  | Forschungsförderung

Robert-Bing-Preis 2014 für Denis Jabaudon und Peter Scheiffele

Die SAMW vergibt alle zwei Jahre den Robert-Bing-Preis für herausragende Leistungen im Bereich der Neurologischen Wissenschaften.

Der diesjährige Preis mit einer Preissumme von CHF 60'000.- geht zu gleichen Teilen an Denis Jabaudon von der Universität und vom Universitätsspital Genf und an Peter Scheiffele vom Biozentrum der Universität Basel.

Kurzlebensläufe der Preisträger PDF

27.05.2014  | Newsletter

SAMWbulletin 2/2014 erschienen

Schwerpunktthema:
Die SAMW im Spiegel

Weitere Themen:

Workshop «Medical Humanities»; Workshop zur Aus- und Weiterbildung in Wissenschaftlicher Integrität; Frauenfreundliche Evaluationskriterien in der Wissenschaft; Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen»; RL «Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie im Einzelfall»; Stellungnahme zum Gesundheitsberufegesetz; Intensivierte internationale Kontakte der SAMW

SAMWbulletin 2/2014 PDF

Weitere SAMWbulletins

23.05.2014  | Medienmitteilung

SAMW und FMH wehren sich gegen die Erosion des ärztlichen Berufsgeheimnisses

Die Regierungen der Kantone Genf und Wallis wollen als Folge des Todes von Adeline M. Ärzte per Gesetz dazu verpflichten, den Behörden Informationen über die Gefährlichkeit von Patienten im Strafvollzug weiterzuleiten.

Die FMH und die SAMW sind gegen diese Aushöhlung des ärztlichen Berufsgeheimnisses: Sie ist unnötig und kann zu gefährlichen Entwicklungen führen.

Medienmitteilung  PDF

2.04.2014  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Swiss Medical Board sieht ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis für Statine als Primärprävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten

Das Swiss Medical Board hat neue Empfehlungen zur Anwendung von Statinen als Primärprävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten veröffentlicht.

In seinem Bericht kommt das Fachgremium zum Schluss, dass vor einer Verschreibung von Statinen das individuelle Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis abzuklären ist und andere Möglichkeiten zur Risikoreduktion auszuschöpfen sind. Falls das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankung weniger als 10% beträgt, ist der Einsatz von Statinen nicht angezeigt. Die Trägerschaft hat den Bericht zur Kenntnis genommen und unterbreitet ihn einer Post-Publication- Review.

Medienmitteilung PDF

Fachbericht PDF

Website Swiss Medical Board

1.04.2014  | Forschungsförderung

Die SAMW unterstützt die Forschung in Palliative Care

Bund und Kantone haben 2008 beschlossen, Palliative Care in der Schweiz gezielt zu fördern. Die «Nationale Strategie Palliative Care» hat dazu konkrete Ziele festgelegt und fünf Teilprojekte definiert.

Während in vier davon der Zwischenzeit Fortschritte zu beobachten sind, gilt dies für das Teilprojekt Forschung nur beschränkt. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) nimmt dies zum Anlass, die Forschung in Palliative Care gezielt zu fördern. Vor kurzem hat sie mit der Stanley Thomas Johnson-Stiftung und der Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung ein Förderprogramm lanciert, mit dem während vier Jahren jährlich 1 Million Franken für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich schreibt die SAMW nun eine Tenure-Track-Assistenzprofessur für Palliative Care aus, die mit 3 Millionen Franken dotiert ist. Ein Grossteil dieser Mittel stammt von Helsana. Alle Schweizer Universitäten mit einer Medizinischen Fakultät können sich um diese Professur bewerben. Voraussetzung für die Zusprache der Professur sind die Bereitschaft der Medizinischen Fakultät, Palliative Care als selbständige Disziplin zu etablieren, sowie eine Garantie, die Professur über die Förderperiode hinaus weiterzuführen.

Das Förderprogramm und die Professur «Palliative Care» sollen

  • mittel- bis langfristig zu einem nachhaltigen Ausbau der Forschungskompetenzen und -infrastrukturen im Bereich «Palliative Care» in der Schweiz führen;
  • die Verankerung des Fachs Palliativmedizin in Klinik, Lehre und Forschung an den Schweizer Medizinischen Fakultäten voranbringen;
  • den klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Bereich fördern;
  • diesem Forschungszweig auch personell jenen entscheidenden Impuls geben, der ihn in die Lage versetzt, in Zukunft im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm «Forschung in Palliative Care» finden sich hier.

20.03.2014  | Empfehlungen

Die SAMW veröffentlicht Empfehlungen «Seltene Krankheiten»

Heute sind weltweit rund 6000 bis 8000 seltene Krankheiten bekannt. Die Medizin hat oft Mühe, eine solche Krankheit rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln.

In der Schweiz sind diverse Organisationen entstanden, die sich für die Belange von Menschen mit seltenen Krankheiten einsetzen – auch auf politischer Ebene. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat das Bundesamt für Gesundheit beauftragt, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Organisationen und Fachpersonen sowie mit den Kantonen ein «Nationales Konzept Seltene Krankheiten» zu erarbeiten.

Im Hinblick darauf hat die SAMW nun Empfehlungen formuliert, wie der Geltungsbereich eines solchen Konzepts definiert werden sollte. Angesichts der grossen Zahl von seltenen Krankheiten hat ein solches Konzept insbesondere dafür zu sorgen, dass diejenigen Patienten, die bisher besonders benachteiligt sind, vermehrt Unterstützung erhalten. Es ist deshalb sinnvoll, «gut betreute seltene Krankheiten» von «vernachlässigten» zu unterscheiden. Die Empfehlungen halten sechs Kriterien fest, die eine solche Unterscheidung ermöglichen.

Gleichzeitig skizzieren die Empfehlungen, welche Voraussetzungen neu zu schaffende Referenzzentren für die Abklärung und Behandlung seltener Krankheiten zu erfüllen hätten. Die SAMW tritt damit Befürchtungen bezüglich einer unkontrollierten Ausweitung teurer medizinischer Massnahmen entgegen und möchte so dem «Nationalen Konzept Seltene Krankheiten» zu einer breiten Akzeptanz verhelfen.

Empfehlungen PDF

11.03.2014  | Konzept

Konzept «Stärkung der Versorgungsforschung in der Schweiz»

Im Januar 2013 hat die SAMW vom Bundesamt für Gesundheit den Auftrag erhalten, im Rahmen des Masterplans Hausarztmedizin ein Konzept «Versorgungsforschung in der Schweiz» auszuarbeiten.

Dieses Konzept hat nicht nur forschungspolitische, sondern auch gesundheitspolitische Bedeutung: Es trägt sowohl der «Gesundheitsagenda 2020» Rechnung, als auch weiteren politischen Anliegen wie beispielsweise den Motionen Cassis «Less is more. Wie steht es in der Schweiz mit dem Überkonsum von medizinischen Leistungen?» sowie Schmid-Federer «Nationales Forschungsprogramm Langzeitversorgung», bei denen das Thema Versorgungsforschung zentral ist.

Der erste, allgemeine Teil A des Konzeptes erläutert, wie sich Versorgungsforschung in die Forschungslandschaft des Gesundheitswesens einordnet, welche Bereiche sie umfasst und was der Nutzen von Versorgungsforschung ist. Zudem stellt er die derzeitige Lage der Versorgungsforschung in der Schweiz dar. Im Teil B beleuchten Expertinnen und Experten die Versorgungsforschung und ihre Fragestellungen in verschiedenen Settings des Gesundheitswesens. Der abschliesende Teil C formuliert Empfehlungen für den mittel- bis langfristigen Ausbau von Forschungskompetenzen, Infrastrukturen, Datenlage sowie Nachwuchsförderung und Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich Versorgungsforschung.

Konzept «Stärkung der Versorgungsforschung in der Schweiz» PDF
 

4.03.2014

Appell für einen offenen europäischen Hochschulraum

Studierende, Forschende und WissenschaftlerInnen sind herzlich eingeladen, sich an einer Online-Petition zu beteiligen, die von den Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützt wird.

Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 ist die Zugehörigkeit der Schweiz zum europäischen Hochschulraum bedroht. In ihren ersten Reaktionen hat die Europäische Kommission die Schweiz vom 8. EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sowie vom Studierenden-Austauschprogramm Erasmus+ ausgeschlossen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Appells fordern von den politischen Entscheidungsträgern in Europa und in der Schweiz, dass sich die Schweiz weiterhin an diesen wichtigen Programmen beteiligen kann, und bekennen sich zu einem offenen europäischen und internationalen Hochschulraum.

Zur Webseite der Online-Petition:
www.not-without-switzerland.org

24.02.2014

Wissenschaftsorganisationen fordern Anschluss an Horizon 2020 und Erasmus+

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz drücken in einem Brief an den Bundesrat ihre Sorge aus, von den europäischen Forschungsprogrammen ausgeschlossen zu werden.

Zusammen mit den Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen und dem Präsidium des Schweizerischen Nationalfonds fordern sie den Bundesrat auf, «alle möglichen und erdenklichen Massnahmen zu ergreifen und Schritte zu unternehmen, damit eine Assoziierung an Horizon 2020 und Erasmus+ möglich wird.» Dieser dringende Aufruf der akademischen Organisationen folgt auf das im Januar vor dem «Ja» zur «Masseneinwanderungs-Initiative» publizierte «Manifest für einen offenen Bildungs- und Forschungsplatz Schweiz».

Brief an den Bundesrat (pdf)

24.02.2014  | Workshop

«Medical Humanities» in Forschung und Praxis

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz organisieren seit 2012 jährlich einen Workshop zu «Medical Humanities». Der diesjährige Anlass fokussiert auf die Forschung und die Umsetzung in die Praxis.

Der Anlass richtet sich an Lehrende, Forschende und Praktizierende aus den Fachhochschulen und Universitäten sowie Personen in Gesundheitsberufen. Im ersten Teil werden Herausforderungen bei der Umsetzung interdisziplinärer Forschungsprojekte zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Aspekten im Medizin- bzw. Gesundheitsbereich diskutiert. Der zweite Teil illustriert Beispiele gelebter «Medical Humanities» in der medizinischen Praxis.

Vor dem Workshop findet eine Lesung mit dem Schriftsteller David Wagner statt. Der 1971 geborene Autor ist Inhaber der ersten «Friedrich Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur» in Bern. Er liest aus seinem Roman «Leben», der 2013 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, und diskutiert anschliessend mit den TeilnehmerInnen.

Der Workshop ist vom SIWF/von der FMH anerkannt (4 Credits).

Programm und Anmeldung (bis 18. März 2014): www.akademien-schweiz.ch/agenda

21.02.2014  | Veranstaltung

Symposium «From Systems Medicine to Personalized Health» am 31. März 2014 in Bern

Die SAMW und die Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützen die Bestrebungen, in der Schweiz eine neue Forschungsinitiative zum Thema «Personalized Health» zu etablieren.

Damit sollen an der Schnittstelle der «–omics», der Systembiologie und der personalisierten/individualisierten Medizin neue Forschungsprojekte entstehen, welche die wichtigen Fragen dieser Disziplinen aufnehmen und letztlich zu einer Verbesserung des Gesundheitssystems beitragen sollen.

Im Hinblick darauf organisieren die Akademien der Wissenschaften Schweiz, die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), der ETH-Rat sowie die ETH Zürich das Symposium «From Systems Medicine to Personalized Health» am 31. März 2014 am Inselspital in Bern. Internationale Experten werden den «State of the Art» in den verschiedenen Bereichen beleuchten; zudem werden der Stand und die Bedürfnisse der «Personalized Health» im Schweizer Gesundheitswesen erörtert.

Anmeldeschluss war der 24. März 2014, eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

Programm

 

3.02.2014  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Swiss Medical Board stellt systematisches Mammographie-Screening in Frage

Das Fachgremium des Swiss Medical Board hat untersucht, inwiefern das systematische Mammographie-Screenings die vom Krankenversicherungsgesetz vorgegeben Kriterien erfüllt.

In seinem Bericht rät es von systematischen Screenings ab; statt dessen empfiehlt es eine gründliche ärztliche Abklärung und eine für die betroffenen Frauen verständliche Aufklärung mit Darstellung der erwünschten und unerwünschten Wirkungen, bevor sich diese für ein Mammographie-Screening entscheiden . Die Trägerschaft hat den Bericht zur Kenntnis genommen; gleichzeitig regt sie eine Fachdiskussion im Rahmen einer Post-Publication Review an.

Medienmitteilung PDF

Fachbericht PDF

21.01.2014

Zuwanderungspolitik: Manifest offener Wissensplatz Schweiz

Die Offenheit der Schweiz gegenüber der Welt ist entscheidend für viele Aspekte der Entwicklung des Landes, aber sie ist besonders wichtig für das intellektuelle und akademische Leben, für Forschung und Innovation.

Die kommenden Abstimmungen über die Zuwanderungspolitik werden sicherlich als Bewährungsprobe dieser Offenheit wahrgenommen. Aus diesem Anlass bekräftigen die Akademien der Wissenschaften Schweiz zusammen mit den anderen wissenschaftlichen und akademischen Akteuren unseres Landes die Notwendigkeit, Wissen und Personen mit den umgebenden Ländern frei auszutauschen. In diesem Sinne haben die genannten Akteure ein Manifest publiziert, das Sie hier zum download finden:

Manifest für einen offenen Bildungs- und Forschungsplatz Schweiz (pdf)


Howald Fosco | [tm]