Akademien der Wissenschaften Schweiz

Webseite der
akademien-schweiz

Forschungsmagazin «Horizonte»

Elektronischer Newsletter der SAMW

Bestellung/Subscription

 

Bulletin der SAMW

Bestellung/Subscription

News

2.04.2014  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Swiss Medical Board sieht ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis für Statine als Primärprävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten

Das Swiss Medical Board hat neue Empfehlungen zur Anwendung von Statinen als Primärprävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten veröffentlicht.

In seinem Bericht kommt das Fachgremium zum Schluss, dass vor einer Verschreibung von Statinen das individuelle Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis abzuklären ist und andere Möglichkeiten zur Risikoreduktion auszuschöpfen sind. Falls das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankung weniger als 10% beträgt, ist der Einsatz von Statinen nicht angezeigt. Die Trägerschaft hat den Bericht zur Kenntnis genommen und unterbreitet ihn einer Post-Publication- Review.

Medienmitteilung PDF

Fachbericht PDF

Website Swiss Medical Board

1.04.2014  | Forschungsförderung

Die SAMW unterstützt die Forschung in Palliative Care

Bund und Kantone haben 2008 beschlossen, Palliative Care in der Schweiz gezielt zu fördern. Die «Nationale Strategie Palliative Care» hat dazu konkrete Ziele festgelegt und fünf Teilprojekte definiert.

Während in vier davon der Zwischenzeit Fortschritte zu beobachten sind, gilt dies für das Teilprojekt Forschung nur beschränkt. Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) nimmt dies zum Anlass, die Forschung in Palliative Care gezielt zu fördern. Vor kurzem hat sie mit der Stanley Thomas Johnson-Stiftung und der Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung ein Förderprogramm lanciert, mit dem während vier Jahren jährlich 1 Million Franken für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich schreibt die SAMW nun eine Tenure-Track-Assistenzprofessur für Palliative Care aus, die mit 3 Millionen Franken dotiert ist. Ein Grossteil dieser Mittel stammt von Helsana. Alle Schweizer Universitäten mit einer Medizinischen Fakultät können sich um diese Professur bewerben. Voraussetzung für die Zusprache der Professur sind die Bereitschaft der Medizinischen Fakultät, Palliative Care als selbständige Disziplin zu etablieren, sowie eine Garantie, die Professur über die Förderperiode hinaus weiterzuführen.

Das Förderprogramm und die Professur «Palliative Care» sollen

  • mittel- bis langfristig zu einem nachhaltigen Ausbau der Forschungskompetenzen und -infrastrukturen im Bereich «Palliative Care» in der Schweiz führen;
  • die Verankerung des Fachs Palliativmedizin in Klinik, Lehre und Forschung an den Schweizer Medizinischen Fakultäten voranbringen;
  • den klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Bereich fördern;
  • diesem Forschungszweig auch personell jenen entscheidenden Impuls geben, der ihn in die Lage versetzt, in Zukunft im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm «Forschung in Palliative Care» finden sich hier.

20.03.2014  | Empfehlungen

Die SAMW veröffentlicht Empfehlungen «Seltene Krankheiten»

Heute sind weltweit rund 6000 bis 8000 seltene Krankheiten bekannt. Die Medizin hat oft Mühe, eine solche Krankheit rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu behandeln.

In der Schweiz sind diverse Organisationen entstanden, die sich für die Belange von Menschen mit seltenen Krankheiten einsetzen – auch auf politischer Ebene. Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat das Bundesamt für Gesundheit beauftragt, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Organisationen und Fachpersonen sowie mit den Kantonen ein «Nationales Konzept Seltene Krankheiten» zu erarbeiten.

Im Hinblick darauf hat die SAMW nun Empfehlungen formuliert, wie der Geltungsbereich eines solchen Konzepts definiert werden sollte. Angesichts der grossen Zahl von seltenen Krankheiten hat ein solches Konzept insbesondere dafür zu sorgen, dass diejenigen Patienten, die bisher besonders benachteiligt sind, vermehrt Unterstützung erhalten. Es ist deshalb sinnvoll, «gut betreute seltene Krankheiten» von «vernachlässigten» zu unterscheiden. Die Empfehlungen halten sechs Kriterien fest, die eine solche Unterscheidung ermöglichen.

Gleichzeitig skizzieren die Empfehlungen, welche Voraussetzungen neu zu schaffende Referenzzentren für die Abklärung und Behandlung seltener Krankheiten zu erfüllen hätten. Die SAMW tritt damit Befürchtungen bezüglich einer unkontrollierten Ausweitung teurer medizinischer Massnahmen entgegen und möchte so dem «Nationalen Konzept Seltene Krankheiten» zu einer breiten Akzeptanz verhelfen.

Empfehlungen PDF

11.03.2014  | Konzept

Konzept «Stärkung der Versorgungsforschung in der Schweiz»

Im Januar 2013 hat die SAMW vom Bundesamt für Gesundheit den Auftrag erhalten, im Rahmen des Masterplans Hausarztmedizin ein Konzept «Versorgungsforschung in der Schweiz» auszuarbeiten.

Dieses Konzept hat nicht nur forschungspolitische, sondern auch gesundheitspolitische Bedeutung: Es trägt sowohl der «Gesundheitsagenda 2020» Rechnung, als auch weiteren politischen Anliegen wie beispielsweise den Motionen Cassis «Less is more. Wie steht es in der Schweiz mit dem Überkonsum von medizinischen Leistungen?» sowie Schmid-Federer «Nationales Forschungsprogramm Langzeitversorgung», bei denen das Thema Versorgungsforschung zentral ist.

Der erste, allgemeine Teil A des Konzeptes erläutert, wie sich Versorgungsforschung in die Forschungslandschaft des Gesundheitswesens einordnet, welche Bereiche sie umfasst und was der Nutzen von Versorgungsforschung ist. Zudem stellt er die derzeitige Lage der Versorgungsforschung in der Schweiz dar. Im Teil B beleuchten Expertinnen und Experten die Versorgungsforschung und ihre Fragestellungen in verschiedenen Settings des Gesundheitswesens. Der abschliesende Teil C formuliert Empfehlungen für den mittel- bis langfristigen Ausbau von Forschungskompetenzen, Infrastrukturen, Datenlage sowie Nachwuchsförderung und Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich Versorgungsforschung.

Konzept «Stärkung der Versorgungsforschung in der Schweiz» PDF
 

4.03.2014

Appell für einen offenen europäischen Hochschulraum

Studierende, Forschende und WissenschaftlerInnen sind herzlich eingeladen, sich an einer Online-Petition zu beteiligen, die von den Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützt wird.

Seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative vom 9. Februar 2014 ist die Zugehörigkeit der Schweiz zum europäischen Hochschulraum bedroht. In ihren ersten Reaktionen hat die Europäische Kommission die Schweiz vom 8. EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 sowie vom Studierenden-Austauschprogramm Erasmus+ ausgeschlossen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Appells fordern von den politischen Entscheidungsträgern in Europa und in der Schweiz, dass sich die Schweiz weiterhin an diesen wichtigen Programmen beteiligen kann, und bekennen sich zu einem offenen europäischen und internationalen Hochschulraum.

Zur Webseite der Online-Petition:
www.not-without-switzerland.org

28.02.2014  | Newsletter

SAMWbulletin 1/2014 erschienen

Schwerpunktthema:
Stärkung der Versorgungsforschung in der Schweiz

Weitere Themen:

Ausschreibung KZS-Fonds; Förderprogramm «Forschung in Palliative Care»; Symposium «Personalized Health» am 31. März 2014 in Bern; SAMW-Studie «Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe»; Neukonstituierung der Kommission für Tierversuchsethik; 70-Jahr-Feier der SAMW

SAMWbulletin 1/2014 PDF

Weitere SAMWbulletins

24.02.2014

Wissenschaftsorganisationen fordern Anschluss an Horizon 2020 und Erasmus+

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz drücken in einem Brief an den Bundesrat ihre Sorge aus, von den europäischen Forschungsprogrammen ausgeschlossen zu werden.

Zusammen mit den Rektorinnen und Rektoren der Schweizer Hochschulen und dem Präsidium des Schweizerischen Nationalfonds fordern sie den Bundesrat auf, «alle möglichen und erdenklichen Massnahmen zu ergreifen und Schritte zu unternehmen, damit eine Assoziierung an Horizon 2020 und Erasmus+ möglich wird.» Dieser dringende Aufruf der akademischen Organisationen folgt auf das im Januar vor dem «Ja» zur «Masseneinwanderungs-Initiative» publizierte «Manifest für einen offenen Bildungs- und Forschungsplatz Schweiz».

Brief an den Bundesrat (pdf)

24.02.2014  | Workshop

«Medical Humanities» in Forschung und Praxis

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz organisieren seit 2012 jährlich einen Workshop zu «Medical Humanities». Der diesjährige Anlass fokussiert auf die Forschung und die Umsetzung in die Praxis.

Der Anlass richtet sich an Lehrende, Forschende und Praktizierende aus den Fachhochschulen und Universitäten sowie Personen in Gesundheitsberufen. Im ersten Teil werden Herausforderungen bei der Umsetzung interdisziplinärer Forschungsprojekte zu geistes- und sozialwissenschaftlichen Aspekten im Medizin- bzw. Gesundheitsbereich diskutiert. Der zweite Teil illustriert Beispiele gelebter «Medical Humanities» in der medizinischen Praxis.

Vor dem Workshop findet eine Lesung mit dem Schriftsteller David Wagner statt. Der 1971 geborene Autor ist Inhaber der ersten «Friedrich Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur» in Bern. Er liest aus seinem Roman «Leben», der 2013 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, und diskutiert anschliessend mit den TeilnehmerInnen.

Der Workshop ist vom SIWF/von der FMH anerkannt (4 Credits).

Programm und Anmeldung (bis 18. März 2014): www.akademien-schweiz.ch/agenda

21.02.2014  | Veranstaltung

Symposium «From Systems Medicine to Personalized Health» am 31. März 2014 in Bern

Die SAMW und die Akademien der Wissenschaften Schweiz unterstützen die Bestrebungen, in der Schweiz eine neue Forschungsinitiative zum Thema «Personalized Health» zu etablieren.

Damit sollen an der Schnittstelle der «–omics», der Systembiologie und der personalisierten/individualisierten Medizin neue Forschungsprojekte entstehen, welche die wichtigen Fragen dieser Disziplinen aufnehmen und letztlich zu einer Verbesserung des Gesundheitssystems beitragen sollen.

Im Hinblick darauf organisieren die Akademien der Wissenschaften Schweiz, die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), der ETH-Rat sowie die ETH Zürich das Symposium «From Systems Medicine to Personalized Health» am 31. März 2014 am Inselspital in Bern. Internationale Experten werden den «State of the Art» in den verschiedenen Bereichen beleuchten; zudem werden der Stand und die Bedürfnisse der «Personalized Health» im Schweizer Gesundheitswesen erörtert.

Anmeldeschluss war der 24. März 2014, eine Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

Programm

 

3.02.2014  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Swiss Medical Board stellt systematisches Mammographie-Screening in Frage

Das Fachgremium des Swiss Medical Board hat untersucht, inwiefern das systematische Mammographie-Screenings die vom Krankenversicherungsgesetz vorgegeben Kriterien erfüllt.

In seinem Bericht rät es von systematischen Screenings ab; statt dessen empfiehlt es eine gründliche ärztliche Abklärung und eine für die betroffenen Frauen verständliche Aufklärung mit Darstellung der erwünschten und unerwünschten Wirkungen, bevor sich diese für ein Mammographie-Screening entscheiden . Die Trägerschaft hat den Bericht zur Kenntnis genommen; gleichzeitig regt sie eine Fachdiskussion im Rahmen einer Post-Publication Review an.

Medienmitteilung PDF

Fachbericht PDF

21.01.2014

Zuwanderungspolitik: Manifest offener Wissensplatz Schweiz

Die Offenheit der Schweiz gegenüber der Welt ist entscheidend für viele Aspekte der Entwicklung des Landes, aber sie ist besonders wichtig für das intellektuelle und akademische Leben, für Forschung und Innovation.

Die kommenden Abstimmungen über die Zuwanderungspolitik werden sicherlich als Bewährungsprobe dieser Offenheit wahrgenommen. Aus diesem Anlass bekräftigen die Akademien der Wissenschaften Schweiz zusammen mit den anderen wissenschaftlichen und akademischen Akteuren unseres Landes die Notwendigkeit, Wissen und Personen mit den umgebenden Ländern frei auszutauschen. In diesem Sinne haben die genannten Akteure ein Manifest publiziert, das Sie hier zum download finden:

Manifest für einen offenen Bildungs- und Forschungsplatz Schweiz (pdf)

11.12.2013  | Ethik

Richtlinien «Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie» in Vernehmlassung

Ende November hat der Senat der SAMW die Richtlinien «Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie» zur Vernehmlassung genehmigt.

Die Richtlinien definieren die Abgrenzung von Standardtherapie und experimenteller Therapie und halten die zu beachtenden Pflichten des Arztes sowie die Rechte der Patienten fest.

Die Vernehmlassung dauert bis Freitag, 28. Februar 2014; interessierte Organisationen und Personen sind zur Stellungnahme eingeladen.

Richtlinien PDF

9.12.2013  | Leitfaden

Die SAMW veröffentlicht einen Leitfaden «Kommunikation im medizinischen Alltag»

Das Gespräch zwischen Arzt und Patient ist das Fundament einer guten Behandlung. Patienten wollen gehört werden, wenn es darum geht, ihre Beschwerden diagnostisch einzuordnen und allenfalls zu behandeln.

Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie ist noch immer aktuell. In den frühen 70er-Jahren untersuchten Experten erstmals die Gespräche zwischen Ärzten und Patienten und entdeckten dabei, dass diese häufig Defizite aufwiesen. Im Vergleich zu den 70er-Jahren hat sich mittlerweile einiges verändert, zum Beispiel wird in der medizinischen Grundausbildung heute mehr Wert auf die Kommunikation gelegt. Dennoch zeigen Studien, dass die damals eruierten Defizite nicht einfach verschwunden sind.

Die SAMW hat dies zum Anlass genommen, durch ein Autorenteam unter Leitung von Prof. Wolf Langewitz von der Universität Basel einen Leitfaden «Kommunikation im medizinischen Alltag» ausarbeiten zu lassen. Dieser Leitfaden soll Ärzten helfen, das Gespräch zwischen Arzt und Patient zu analysieren und zu verbessern. Er orientiert sich an aktuellen Herausforderungen im Schweizer Gesundheitswesen und versucht, anhand von Beispielen aufzuzeigen, wie Defizite behoben werden können.

Leitfaden PDF

3.12.2013

70-Jahr-Feier der SAMW

Die SAMW kann in diesem Jahr auf ihr 70-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Ereignis hat sie am Donnerstag, den 28. November 2013, mit einem Festakt in Basel gefeiert.

Die Referate dieser Feier sind nachstehend online abrufbar:

Grussadresse der Behörden  PDF
Dr. Carlo Conti, Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und Präsident der Konferenz der Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, Basel

Message de salutations de la FMH  PDF
Dr. Pierre-François Cuénoud, Vizepräsident FMH, Sion

Grussadresse des Collège des Doyens  PDF
Prof. Klaus Grätz, Dekan der Medizinischen Fakultät Zürich

L’avenir de la recherche est dans la relève  PDF
Prof. Martin Vetterli, Präsident SNF-Forschungsrat, Lausanne

The significance of the IOM for medical research and its role in shaping the future of the health care system  PDF
Harvey V. Fineberg, MD, PHD, President, Institute of Medicine, The National Academies, Washington DC, USA

Evaluation der SAMW: erste Ergebnisse  PDF
Dr. Stefan Rieder, Interface, Luzern

Die Erwartungen der Politik an die SAMW  PDF
Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist, Präsidentin SGK-SR, Mellingen

SAMS: Past, Present and Future  PDF
Prof. Peter Meier-Abt, Präsident SAMW, Basel
 

25.11.2013  | Factsheet

Revision des Transplantationsgesetzes: Factsheets der SAMW

Das Transplantationsgesetz (TxG) wird zur Zeit revidiert. Die SAMW hat dies zum Anlass genommen Factsheets zu veröffentlichen, welche die Meinungsbildung erleichtern sollen.

Factsheet «Organtransplantation: Widerspruchs- oder Zustimmungslösung» (Nov.2013)  PDF

Factsheet «Teilrevision des Transplantationsgesetzes» (Aug.2013)  PDF

20.11.2013  | Stellungnahme

Die ZEK nimmt Stellung zur Praxis der zwangsweisen Rückführungen im Asylbereich

Wenn Asylsuchende und weitere Ausländer, die sich illegal in der Schweiz aufhalten einen Wegweisungsentscheid erhalten, müssen sie die Schweiz verlassen.

Sind sie nicht bereit in ihr Heimatland zurückzukehren, können sie zwangsweise rückgeführt werden. Seit April 2012 begleiten Ärzte diese Rückführungen.

Im September 2013 hat die Zentrale Ethikkommission (ZEK) sich aus verschiedenen Perspektiven zur aktuellen Praxis orientieren lassen: von Ärzten, die zwangsweise Rückführungen begleiten, von Gefängnisärzten sowie von Vertretern der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter. Gestützt auf die Ergebnisse hat die ZEK Vorschläge zur Verbesserung der aktuellen Praxis formuliert. Die Stellungnahme wird vom Vorstand der SAMW, vom Zentralvorstand der FMH sowie vom Vorstand der Konferenz der Schweizerischen Gefängnisärzte unterstützt.

Stellungnahme

Weitere Informationen finden Sie hier

26.09.2013  | Medienpreis

Prix Média in Medizin für Alan Niederer

Der diesjährige Prix Média in Medizin der Akademien der Wissenschaften Schweiz geht an Alan Niederer, Wissenschaftsredaktor bei der NZZ.

Sein Artikel «Die weibliche Brust unter Beobachtung» beleuchtet die Kontroverse um das Mammografie-Screening in der Schweiz. Alan Niederer ist es gelungen, das heikle Thema der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung sorgfältig und umfassend darzustellen. Die Jury betrachtet den Artikel als exzellentes Beispiel dafür, wie einem interessierten Laienpublikum ein komplexer Sachverhalt verständlich und gleichwohl differenziert vermittelt werden kann, so dass es seine eigenen Schlüsse ziehen kann. 

Weitere Informationen

5.07.2013  | Forschungsförderung

Nachwuchsförderung im Bereich Medizinische Radiologie: Ausschreibung von Stipendien

Dank testamentarischer Verfügung der Gattin von Prof. Helmut Hartweg, einem Basler Radiologen, erhielt die SAMW die Möglichkeit, einen neuen Fonds für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der medizinischen Radiologie zu eröffnen. 

Das Reglement des Helmut-Hartweg-Fonds sieht die Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten durch personenbezogene Stipendien für ihre wissenschaftliche Weiterbildung im Gebiet der medizinischen Radiologie (d.h. in den drei Teilfächern diagnostische Radiologie, Nuklearmedizin und Radio-Onkologie) vor. Die Stipendien ermöglichen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die eine akademische Laufbahn in der Schweiz einschlagen wollen, einen Forschungsaufenthalt im Ausland, wo sie ihre Kenntnisse vertiefen und ihr wissenschaftliches Profil verbessern können.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 30. September 2013.
Weitere Informationen sowie das Gesuchsformular sind abrufbar unter www.samw.ch/de/Forschung/Helmut-Hartweg-Fonds.html

3.07.2013  | Projekt

Erleichterter Zugang zu Fachliteratur: Erweiterung des Angebots

Im Rahmen des Projektes «Erleichterter Zugang zu wissenschaftlicher Fachliteratur» erweitert die SAMW das Angebot um die EbM-Guidelines des EMH-Verlags sowie um das Journal Revue Médicale Suisse. 

Damit sie ihre Patienten auf der Basis der aktuellsten zur Verfügung stehenden Daten versorgen können, benötigen Ärztinnen und Ärzte den Zugriff auf medizinische Fachzeitschriften und auf Datenbanken, die Therapieempfehlungen oder systematische Übersichtsarbeiten enthalten. Für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist es allerdings oft umständlich oder kostspielig, an Fachliteratur heranzukommen.

Seit 2012 setzt sich die SAMW dafür ein, dass Ärztinnen und Ärzte in der Praxis einen erleichterten Zugang zu medizinischer Fachliteratur haben. Dazu stehen vier Angebote zur Verfügung:

  • EbM-Guidelines: das Online-Abonnement für das erste Jahr kostet CHF 75.- statt CHF 158.-, die Kombination von Buch und Online-Abonnement CHF 145.- statt CHF 263.-;
  • Gratisabonnement der Revue Médicale Suisse (in Französisch) während eines Jahres: Spezialangebot für MedizinstudentInnen sowie ÄrztInnen in Weiterbildung in der Westschweiz;
  • gratis Zugang zur Cochrane Library
  • ein stark vergünstigtes Einstiegsabonnement für UpToDate (CHF 190.– statt USD 499.– für ein Jahr).

Für alle diese Angebote kann man sich auf der SAMW-Website anmelden unter www.samw.ch/de/Projekte/Fachliteratur.html

19.06.2013  | Symposium SAMW, KHM und SAFMed

Symposium «Versorgungsforschung in der Hausarztmedizin»

Anfang 2012 hat die SAMW in Zusammenarbeit mit der Bangerter-Stiftung das neue Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen» lanciert.

Im Rahmen des Förderprogramms findet am Mittwoch, den 6. November 2013, in Bern (Hotel Ador) das 2. Symposium zur Versorgungsforschung zum Thema «Versorgungsforschung in der Hausarztmedizin» statt; es wird gemeinsam organisiert von der SAMW, dem Kollegium für Hausarztmedizin (KHM) sowie der Swiss Academy for Family Medicine (SAFMed).

Programm PDF

Call for Abstracts PDF

Online-Anmeldung

13.06.2013  | Richtlinien

Richtlinien «Intensivmedizinische Massnahmen»: definitive Fassung liegt vor

Im November 2012 hat der Senat die Richtlinien «Grenzfragen der Intensivmedizin» zurückgezogen; diese werden nun durch die neuen Richtlinien «Intensivmedizinische Massnahmen» ersetzt, die der Senat Ende Mai verabschiedet hat. 

Die Richtlinien halten fest, dass das Abschätzen der Prognose zu den zentralen, aber sehr schwierigen Aufgaben in der Intensivmedizin gehört. Wichtig war der Subkommission deshalb die Beschreibung der für intensivmedizinische Indikationen relevanten Grundbegriffe «Wirkungslosigkeit», «Aussichtslosigkeit», «Lebensqualität» und «Pflegebedürftigkeit».
Die neuen Richtlinien räumen den Entscheidungsprozessen grosses Gewicht ein; gleichzeitig trennen sie klar zwischen der intensivmedizinischen Indikationsstellung, welche im Verantwortungsbereich des Arztes liegt, und dem Recht des Patienten bzw. der vertretungsberechtigten Person, in eine medizinisch indizierte Behandlung einzuwilligen oder diese abzulehnen.

Die Richtlinien äussern sich auch zur Triage, d.h. zu den Kriterien für die Aufnahme auf die Intensivstation, die Verlegung in eine andere Abteilung oder den Verzicht auf eine Wiederaufnahme, wenn davon ausgegangen werden muss, dass der Patient von einer intensivmedizinischen Behandlung nicht mehr profitieren kann.

Im Rahmen der Vernehmlassung sind rund 60 Stellungnahmen eingetroffen; praktisch alle Rückmeldungen begrüssten die Richtlinien als wertvoll für die tägliche Praxis.

Richtlinien PDF
 

13.03.2013  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Übertragbarkeit eines HTA-Berichts des IQWiG auf die Schweiz – Eine Untersuchung am Beispiel von Ezetimib bei Hypercholesterinämie

Wie einfach sind Berichte ausländischer HTA-Institute auf Schweizer Verhältnisse übertragbar?

Dieser Frage ist das Fachgremium Swiss Medical Board (SMB) anhand eines Assessment Berichtes des Deutschen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) nachgegangen. Mit dieser Untersuchung macht das SMB einen weiteren Schritt in Bezug auf die Entwicklung einer Methodik für die Nutzung von Synergien.

Medienmitteilung PDF

Bericht Kurzfassung PDF

Bericht PDF

Website des Swiss Medical Boards

30.05.2013  | Zentrale Ethikkommission der SAMW

SAMW unterstützt drei wissenschaftliche Studien zum Thema «Medizinische Entscheidungen am Lebensende»

Die Reflexion über Rolle und Verantwortung der Ärzteschaft in der Begleitung von Patienten in der letzten Lebensphase gehört zu den grundlegenden Fragen des ärztlichen Selbstverständnisses.

In diesem Kontext hat die SAMW eine Studie ausgeschrieben, in der die Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe näher untersucht wird. Die SAMW beteiligt sich zudem an zwei Studien, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Lebensende» (NFP 67) durchgeführt werden.

In der aktuellen Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung werden die drei Studien näher beschrieben.

SäZ-Artikel (28.5.2013) PDF

25.04.2013  | SAMW - FMH

«Rechtliche Grundlagen im medizinischen Alltag»: 2., überarbeitete Auflage des Leitfadens erschienen

Das neue Erwachsenenschutzrecht, das das frühere Vormundschaftsrecht abgelöst hat, war der Anlass, den Leitfaden in 2. Auflage herauszugeben.

Der ärztliche Alltag ist von zahlreichen rechtlichen Bestimmungen begleitet. Oft ist es für eine Ärztin oder einen Arzt schwierig, einen Überblick über die relevanten Gesetzestexte zu bewahren; die allgemeinen rechtlichen Regeln erweisen sich zudem häufig als zu vage, als dass daraus konkrete Verhaltensleitlinien abgeleitet werden könnten.
Mit dem Leitfaden möchten die SAMW und die FMH hier eine Hilfestellung bieten.Den Leserinnen und Lesern soll dieser Leitfaden eine Übersicht bieten über jene rechtlichen Regelungen, welche für den medizinischen Alltag relevant sind. Sein Nutzen für den Praxisalltag besteht darin, dass er häufige und geläufige Fragen einfach und anwendungsorientiert beantwortet. Gesetzestexte und Urteile sind bis Ende 2012 nachgeführt.

Bestellformular

 

18.03.2013  | Zentrale Ethikkommission der SAMW

Ausschreibung einer Studie «Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe»

Gemäss Art. 115 des Schweizerischen Strafgesetzbuches ist Beihilfe zum Suizid straflos, wenn sie ohne selbstsüchtige Beweggründe erfolgt.

Die medizin-ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) schliessen die Suizidhilfe durch einen Arzt zwar nicht aus, beschränken diese jedoch auf Patienten am Lebensende. Im Januar 2012 hat die Zentrale Ethikkommission der SAMW mit einem Positionspapier und einer Artikelserie in der Schweizerischen Ärztezeitung ihren Standpunkt bekräftigt. Dies hat in der Folge zu einer lebhaften Debatte über die Rolle von Ärztinnen und Ärzten geführt; teilweise wurde auch eine Anpassung der SAMW-Richtlinien verlangt.

Vor diesem Hintergrund hat die SAMW beschlossen, eine Studie auszuschreiben, in welcher die Haltung der Ärzteschaft zur Suizidhilfe untersucht werden soll. Die Resultate dieser Studie werden als Grundlage für eine zunächst intern geführte Diskussion dienen. Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an universitäre Ethik-Institute und entsprechende Einrichtungen an Fachhochschulen. Es werden jedoch auch Offerten anderer Institutionen bzw. einzelner Fachleute berücksichtigt.

Ausschreibung PDF

 

12.03.2013  | SAMW Workshop

Zertifizierung im medizinischen Kontext: Chancen und Risiken

Freitag, 26. April 2013, 9.15 Uhr – 13.15 Uhr
Bern (Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41)

Der Workshop stellt den aktuellen Stand und die Perspektiven im Bereich Zertifizierung dar und zeigt an einem aktuellen Beispiel die Hintergründe, den Prozess, die Umsetzung sowie die Folgen. Gleichzeitig soll geklärt werden, ob für die SAMW nach der Veröffentlichung der Empfehlungen «Zertifizierung im medizinischen Kontext» weiterer Handlungsbedarf besteht.
Der Workshop richtet sich an Fachleute im Bereich Qualitätssicherung; die Anzahl TeilnehmerInnen ist auf 50 beschränkt.

Programm PDF

Online-Anmeldung

6.03.2013  | Akademien der Wissenschaften Schweiz / SNF

Relaunch Horizonte: «Baustelle Gesundheit»

Mit der aktuellen Ausgabe zum Schwerpunkt «Baustelle Gesundheit» präsentiert sich das Schweizer Forschungsmagazin «Horizonte» in einem grafisch erneuerten Kleid.

Das Magazin wird gemeinsam vom Schweizerischen Nationalfonds und den Akademien der Wissenschaften Schweiz herausgegeben. Es erscheint in vier Ausgaben pro Jahr und kann kostenlos abbonniert werden.

Aktuelle Ausgabe PDF

Horizonte kostenlos abonnieren

13.02.2013  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Computertomographie-Scanner in der Abklärung der koronaren Herzerkrankung

Wie gut ist die diagnostische Aussagekraft einer kardialen Computertomographie mit Geräten der neuen Generation im Vergleich zum Goldstandard der invasiven Koronarangiographie? 

Dieser Frage ist das Fachgremium Swiss Medical Board in dem soeben veröffentlichten Bericht nachgegangen. Dabei stützt es sich für die Ermittlung der klinischen Evidenz auf Berichte des Nationale Institute of Health and Clinical Excellence (NICE) und kommt zum Schluss, dass bei gewissen Patientengruppen eine kardiale Computertomographie zur Diagnose einer koronaren Herzkrankheit angebracht ist.

Medienmitteilung PDF

Kurzfassung des Berichtes PDF

Bericht PDF

30.01.2013  | Medienmitteilung des Swiss Medical Board

Metastasen-Chirurgie bei Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs

Als hochspezialisierter Eingriff kann die chirurgische Entfernung von Lebermetastasen bei einem kolorektalen Karzinom eine geeignete Therapie für eine Verbesserung der Überlebensdauer und der Lebensqualität darstellen.

Zu diesem Schluss kommt das Fachgremium Swiss Medical Board in einem soeben verabschiedeten Bericht. Vorausgesetzt wird dabei eine sorgfältige Diagnostik und Indikationsstellung durch ein interdisziplinäres Tumorboard.

Medienmitteilung PDF

Bericht PDF

Link zur Website des Medical Board

 

7.01.2013  | Richtlinien

«Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie»: die revidierten Richtlinien treten am 1. Februar 2013 in Kraft

Die SAMW hat im Jahr 2002 erstmals «Empfehlungen zur Zusammenarbeit Ärzteschaft – Industrie» veröffentlicht; diese wurden im Sommer 2005 überprüft und wo nötig angepasst.

Neu handelte es sich nicht mehr um Empfehlungen, sondern um «Richtlinien», in die auch die bisherigen Leitlinien der FMH zur Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der FBO eingeflossen sind. Sie sollten nicht verbieten, sondern zur Förderung von Objektivität und Qualität, zur Transparenz, zur Vermeidung von Abhängigkeiten und zum bewussten Umgang mit Interessenkonflikten beitragen. Für die Umsetzung der Richtlinien hat die SAMW 2007 eine «Beratende Kommission» eingesetzt.

Anfang 2012 hat der SAMW-Vorstand die «Beratende Kommission» beauftragt, die Richtlinien zu überarbeiten. Insofern sich die Richtlinien prinzipiell bewährt haben, hat die Kommission wesentliche Teile der bisherigen Richtlinien unverändert belassen. Ganz neu ist nur das Kapitel III (Expertentätigkeit). In den anderen Kapiteln hat sie versucht, offensichtliche Lücken zu schliessen und Präzisierungen anzubringen.

Nach einer breiten Vernehmlassung hat der Senat der SAMW die definitive Fassung der revidierten Richtlinien an seiner Sitzung von Ende November 2012 genehmigt.

Download Richtlinien «Zusammenarbeit Ärzteschaft-Industrie» PDF

Weitere Unterlagen zum Thema 

Howald Fosco | [tm]