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News

6.07.2015

Tagungsbeiträge des Symposiums «Autonomie und Verantwortung» online

«Autonomie» gehört neben Gerechtigkeit und Fürsorge zu den zentralen Prinzipien der Medizinethik. Allerdings ist in der Praxis eine autonome Entscheidung für den Patienten oft eine Überforderung oder sie ist schwierig umsetzbar.

Die Gesetzgebung und die Ethik halten dennoch mit guten Gründen das Prinzip der Patientenautonomie hoch.

Zum Thema «Autonomie in der Medizin» organisieren die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) eine fünfjährige Symposien-Reihe. 

Den Auftakt bildete am vergangenen Donnerstag die Tagung zum Spannungsfeld zwischen privater Autonomie und gesellschaftlicher Solidarität.

Sie finden die Tagungsbeiträge hier.

17.06.2015

Medizinisches Berufsgeheimnis und Meldepflichten: SAMW und FMH nehmen Stellung zu den medizin-ethischen Aspekten

Das medizinische Berufsgeheimnis gerät zunehmend unter Druck. So werden insbesondere Gesetzesbestimmungen vorgeschlagen, die ÄrztInnen und weitere Medizinalpersonen dazu verpflichten, Informationen über «gefährliche» Patienten weiterzugeben.

Die SAMW und die FMH beobachten diese Entwicklung mit Sorge; in einem Grundsatzpapier nehmen sie Stellung zu den medizin-ethischen Aspekten solcher Gesetzesregelungen. Sie halten fest, dass diese weder sinnvoll noch notwendig sind. Die aktuell gültigen Regelungen tragen Ausnahmesituationen, in denen Ärzte in den Besitz wichtiger Informationen über die Gefährlichkeit eines Patienten gelangen, bereits heute genügend Rechnung. Eine Meldepflicht kann im Gegenteil kontraproduktiv wirken.

Stellungnahme (PDF)

Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung (PDF)

27.05.2015

Die Richtlinien «Zwangsmassnahmen in der Medizin» gehen in die Vernehmlassung

Der Senat der SAMW hat an seiner Sitzung vom 19. Mai 2015 den Richtlinienentwurf «Zwangsmassnahmen in der Medizin» zur Vernehmlassung verabschiedet.

Der Richtlinienentwurf berücksichtigt die rechtlichen Vorgaben des am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes (KESR) und umschreibt die ethischen und rechtlichen Voraussetzungen für Zwangsmassnahmen in verschiedenen Bereichen der Medizin. Die Richtlinien möchten das Bewusstsein dafür schaffen und aufrechterhalten, dass jede Zwangsmassnahme – auch wenn sie alle rechtlichen Vorgaben einhält – einen gravierenden Eingriff in grundrechtlich verankerte Persönlichkeitsrechte darstellt und immer einer ethischen Rechtfertigung bedarf.

Der Richtlinienentwurf findet sich unter:
www.samw.ch/de/Ethik/Richtlinien/In-Vernehmlassung.html

26.05.2015

SAMWbulletin 2/2015 erschienen

Schwerpunktthema:
Biomedical Informatics @ CH

Weitere Themen:

RL «Zwangsmassnahmen in der Medizin» gehen in die Vernehmlassung; Klinische Ethikstrukturen in der Schweiz – Update und Herausforderungen; Austausch medizinischer Informationen bei der zwangsweisen Rückführung; Medizinisches Berufsgeheimnis und
Meldepflichten; Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen»: Vergabungen; 4. Symposium zur Versorgungsforschung – Call for Posters; SAMW-Positionspapier «Glaubwürdigkeit der Forschung»; Die SAMW unterstützt die Neuregelung der Fortpflanzungsmedizin; Agenda

SAMWbulletin 2/2015 PDF

Weitere SAMWbulletins

20.05.2015

Symposium «Autonomie und Verantwortung in der Medizin» am 2. Juli 2015 in Bern

«Autonomie» gehört neben Gerechtigkeit und Fürsorge zu den zentralen Prinzipien der Medizinethik. Eine rein privat verstandene Autonomie gerät allerdings ins Spannungsfeld mit dem Prinzip der Solidarität. 

Dieses Dilemma zeigt sich etwa bei PatientInnen nach selbst eingegangenen Risiken. Ausgehend von Praxisfällen reflektiert die Tagung die Konzept «Autonomie» und «Verantwortung» und die Prämissen hinter diesen zentralen ethischen Prinzipien.

Die Tagung am 2. Juli 2015 eröffnet einen mehrjährigen Veranstaltungszyklus zum Thema «Autonomie in der Medizin» der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW).

Programm

Online-Anmeldung (bis 22. Juni 2015)
 

 

30.04.2015

Die SAMW unterstützt die geplante Neuregelung der Fortpflanzungsmedizin

Die Schweiz hat eines der restriktivsten Fortpflanzungsgesetze innerhalb Europas. Dies verunmöglicht eine optimale Behandlung von Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch und setzt Frauen und Ungeborene unnötigen Risiken aus.

Die SAMW empfiehlt deshalb, dem Verfassungsartikel für eine Neuregelung der Fortpflanzungsmedizin am 14. Juni 2015 zuzustimmen. Die Verfassungsänderung hat zur Folge, dass in einem Behandlungszyklus maximal zwölf Eizellen (bisher drei) bis Tag 5 entwickelt und anschliessend auf ihre Überlebensfähigkeit untersucht werden können. Diese Massnahme erhöht einerseits die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft, da nur jede sechste befruchtete Eizelle überlebensfähig ist. Andererseits kann der Frau eine einzige entwickelte Eizelle übertragen werden, was das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft reduziert.

Weitere Informationen: http://fortpflanzungsmedizin-ja.ch

 

31.03.2015

Verbesserter Austausch medizinischer Informationen bei der zwangsweisen Rückführung von Personen

Im Austausch mit verschiedenen Vertretern von Bund und Kantonen, Vertretern der FMH und der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter konnte Ende 2014 eine gemeinsame Praxis betreffend den Austausch medizinischer Information bei der zwangsweisen Rückführung von Personen festgelegt werden.

9.03.2015  | Stellungnahme

Verlust der Hörfähigkeit: Das Interacademy Medical Panel (IAMP) veröffentlicht einen Aufruf zum Handeln

Der Verlust der Hörfähigkeit ist ein bedeutendes medizinisches Problem; nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen kann er zu kognitiven und funktionellen Beeinträchtigungen führen.

Weltweit sind über 360 Millionen Menschen davon betroffen.

Das Interacademy Medical Panel (IAMP), der weltweite Dachverband der Medizinischen Akademien, hat letzte Woche einen Aufruf zur verstärkten öffentlichen Wahrnehmung dieses Problems lanciert. Das IAMP präsentiert ausserdem konkrete Vorschläge, wie der Verlust der Hörfähigkeit besser in den Fokus von Forschung, Public Health und Gesundheitsversorgung gerückt werden kann.

A Call for Action to Strengthen Healthcare for Hearing Loss (PDF)
 

5.03.2015  | Studie

Herzuntersuchung (zu) häufig ohne vorherige Abklärung

Um Erkrankungen der Herzkranzgefässe nachzuweisen, werden diese mittels eines Herzkatheters untersucht (Koronarangiographie); diese Untersuchung ist nicht ungefährlich und auch teuer.

Die meisten medizinischen Leitlinien betrachten deshalb eine Koronarangiographie erst dann als angezeigt, wenn ein vorgängiges Belastungselektrokardiogramm einen auffälligen Befund ergeben hat.

Eine im Auftrag der SAMW durchgeführte Studie hat nun gezeigt, dass in der Schweiz in über einem Drittel der Fälle (37.5 %) die Koronar-angiographie ohne vorangehendes Belastungselektrokardiogramm erfolgt war.

Zusammenfassung (PDF)

Artikel in PLoS One
 

10.02.2015  | Workshop «Medical Humanities»

Auf der Suche nach dem Ganzen in der Medizin – der Beitrag der Philosophie

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz organisieren seit 2012 jährlich einen Workshop zu «Medical Humanities». Der diesjährige Anlass am 24. März 2015 fragt nach dem Beitrag der Philosophie zum Verständnis von Gesundheit und Krankheit.

Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Medizin werden durch ReferentInnen und Spezialisten aus der Praxis debattiert.
Der Workshop richtet sich an Lehrende und Forschende im Bereich der «Medical Humanities» sowie an Personen in Gesundheitsberufen und ist von SIWF/FMH als Fortbildung anerkannt (3 Credits).

Programm (PDF)    Online-Anmeldung (bis 17. März 2015)

6.02.2015  | Symposium

Klinische Ethikstrukturen in der Schweiz: Update und Herausforderungen

Gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Biomedizinische Ethik (SGBE) organisiert die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) das Symposium «Klinische Ethikstrukturen in der Schweiz: Update und Herausforderungen».

Im Zentrum stehen die Ergebnisse der 2014 durchgeführten SAMW-Umfrage zu den Ethikstrukturen an Schweizer Spitälern, Kliniken und Langzeitinstitutionen und das für die klinische Ethik wichtige Thema «Zwangsmassnahmen». Dazu werden Auszüge aus den aktuell von der SAMW erarbeiteten medizin-ethischen Richtlinien präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Der Anlass findet am Freitag, 27. März 2015, von 13h15 bis 18h in Bern statt.

Programm (PDF)

Das Symposium ist ausgebucht. Es werden keine Anmeldungen mehr angenommen.

4.02.2015  | Medienmitteilung

Die SAMW plant für 2015 einen umfassenden Guideline- und
Choosing-wisely-Prozess

Guidelines und «Choosing wisely»-Listen, die auf einer soliden Datenbasis beruhen, sind im Alltag der ÄrztInnen wichtig und leisten einen wesentlichen Beitrag für die Patientensicherheit in der Schweiz.

Zusammen mit der SAQM und verschiedenen Fachgesellschaften - darunter der SGIM – plant die SAMW für 2015 einen umfassenden Guideline- und Choosing-wisely-Prozess. Die SGIM hat dazu eine Medienmitteilung veröffentlicht.

Medienmitteilung SGIM PDF

Programm Workshop

Online-Anmeldung Workshop

30.01.2015

Humanforschungsgesetz: die SCTO benennt Umsetzungsprobleme und fordert Lösungen

Seit einem Jahr ist das Bundesgesetz über die Forschung am Menschen in Kraft. Die Swiss Clinical Trial Organisation (SCTO), Dachverband für die klinische Forschung in der Schweiz, unterstützt die Zielsetzung des neuen Gesetzes.

Die Umsetzung in die Praxis bereitet aber einige, teilweise schwerwiegende, Probleme. Die wesentlichsten hat die SCTO in einem Positionspapier aufgelistet und dazu Lösungsvorschläge formuliert.

Das Positionspapier steht zum Download bereit unter:
http://www.scto.ch/de/Aktuell.html
 

23.01.2015  | Save the Date

Symposium: Autonomie und Verantwortung in der Medizin

Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) starten 2015 eine neue Symposien-Reihe, die sich über mehrere Jahre dem Thema «Autonomie in der Medizin» widmet.

Die erste Tagung beleuchtet das Spannungsfeld zwischen privater Autonomie und gesellschaftlicher Solidarität. Die Frage nach der Reichweite bzw. Begrenzung von Autonomie stellt sich u.a. in der Reproduktionsmedizin und in der Neonatologie, in der Forschung am Menschen oder auch bei selbsteingegangen Risiken wie dem Rauchen oder dem Spitzensport.

 
Das Symposium findet statt am Donnerstag, den 2. Juli 2015, von 9h15 bis 16h15 in Bern. Das detaillierte Programm erscheint im Mai 2015.
15.01.2015

Die SAMW zieht Ende April 2015 ins «Haus der Akademien» nach Bern

Die Akademien der Wissenschaften sind das grösste wissenschaftliche Netzwerk der Schweiz.

Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft noch besser fördern zu können, ziehen SCNAT, SAGW, SAMW und Science et Cité im April 2015 an einen gemeinsamen Geschäftssitz – das «Haus der Akademien» – an der Laupenstrasse 7 in Bern.

Für die SAMW bedeutet dies einen grossen Schritt: Seit der Gründung im Jahre 1943 hatte die SAMW ihren Sitz immer in Basel, die meiste Zeit davon im Wildt’schen Haus am Petersplatz 13.

Im Haus der Akademien sind aktuell noch vier Büroräume mit insgesamt bis zu 16 Arbeitsplätzen zu vermieten.

Ausschreibung Räumlichkeiten im Haus der Akademien PDF
 


Howald Fosco | [tm]